Und nun zum Sport… Oder so.

Okay, ich laufe. Das ist Sport. Einfache Definition.
Und ich mache ein Zirkeltraining mit der Wii. Da sieht es schon anders aus mit der Definition, gell?

Ich war schon im Fitness-Center. Aber es ist mir zeitmäßig zu aufwändig. Die Wii mit dem Board bietet den Vorteil, dass sie Zuhause nutzbar ist. Ich kann im Schlafanzug meine Übungen machen. Könnte ich im Fitness-Center auch, aber das kommt nicht so gut.

Ich habe davon gehört, dass es Apps fürs Handy gibt, die ebenfalls eine Art Zirkeltraining ermöglichen. Aber ich habe gar kein Handy. Zumindest keines, auf dem so etwas möglich ist.

Bestimmt gibt es auch ganz viele andere Konsolen, mit denen Zirkeltraining möglich ist. Und so ganz ohne Mängel ist die Wii wahrlich nicht. Aber sie ist praktisch für das Zeitstoppen in meinem Zirkeltraining.

Es folgt nun die Beschreibung meiner 31 Minuten Zirkeltraining: Weiterlesen

Schön. Schön. Schön. Sport. Frauen. Körper. Gewicht.

Letzte Woche sind mir Bilder von Sports Illustrated for Women aufgefallen: Bilder von Athletinnen diverser Disziplinnen.

 
Das brachte mich ins Grübeln. Ich erinnerte mich, wie ich eines Abends fasziniert in irgendeinem Sportkanal hängen geblieben war, weil sie Gewichtheben der Frauen brachten. Diese Frauen waren ungefähr so groß wie ich und hoben fast das dreifache meines Körpergewichts. Dass sie Kraft hatten, war ihnen anzusehen. *pling* Erinnerung.

Frauen und Sport. Frauen und Fitness. Natürlich macht frau Sport nur, um abzunehmen, das Gewicht zu halten – fitter, hübscher auszusehen. Ich erinnerte mich, dass meine Frau und ich uns für die WM 2011 ebenfalls das Panini-Sticker-Album anschafften. Irgendwie hatte ich noch im Hinterkopf, dass die fehlende Gewichtsangabe der Spielerinnen Thema war. Kein großes Thema. Mir ist es aufgefallen und die Begründung von Panini war merkwürdig:

"Auf die Gewichtsangabe haben wir bewusst verzichtet. Das ist charmanter."

Panini-Sprecherin Christine Fröhler
Zitat auf frauenfussball.zdf.de

Charmanter? Weil Frauen, die Sport treiben, Gewicht haben? Was ist daran charmant, außer, dass Frauen nicht lernen, dass Gewicht relativ ist? Dass Frauen sehen, wie echt fitte Körper aussehen? Wie relativ Körpergewicht zu Körpergröße und ausgeübtem Sport sein kann?

Nein, das geschieht so gar nicht. Im Gegenteil. Wir bekommen Bilder von Frauen geliefert,

  • die fit sein sollen.
  • Dabei einen BMI von 18 am besten vorweisen sollen.
  • Was heißt, dass sie kaum Muskeln ausgebildet haben können und beim nächsten Windstoß umgeweht werden.

So sind sie die Bilder, die von den Medien über „fitte“ Frauen geliefert werden. Bilder, die von Fitness-Studios gebracht werden – weil frau geht ja nur dahin, weil sie abnehmen und „fitter“ aussehen will. (Ich habe dort zugenommen, weil ich an Muskeln gewann.)
Selbstkritisch bemängelte deshalb auch die Comic-Künstlerin Nina Matsumoto auf ihrem Blog:

Reminder to self and others: fitness does not always equal perfect washboard abs.

comic artist nina matsumoto athletic body diversity reference for artists

Weibliche Körper sind unterschiedlich. Große Frauen, kleine Frauen. Runde Frauen, kantige Frauen. Mit Muskeln, die sich nach außen wölben – flache Bäuche sind da relativ. Ich lass mich trotzdem nicht vom Bauchmuskeltraining abhalten…
Mit Muskeln, die sich fein, aber stark abzeichnen. Halt Unterschiedlich.

Nur Frauen erhalten kaum die Chance, sich einfach in dem Körper wohlzufühlen, der ihnen mitgegeben wurde. Auf jeden Fall wird ihnen das nicht leichtgemacht: Die Normalität der Unterschiedlichkeit.
Ich lerne das Wohlfühlen in meinem Körper/ mit meinem Körper erst jetzt wirklich, seitdem ich wechseljährig bin. Schon verrückt.


Weitere Infos

unitedbarbell.com Built For the Sport
stumptuous.com Why don´t you look like a fitness model?
stumptuous.com What does an "athletic” body look like?
ninamatsumoto.wordpress.com athletic body diversity reference for artists
curvygirlguide.com What Fit Actually Looks Like

theatlantic.com ‚Venus with Biceps‘: A History of Muscular Women, in Pictures
frauenfussball.zdf.de Frauenfußball-WM 2011: Auch die Frauen gehen gut – Das erste Fußballerinnen-Album findet reißenden Absatz
sueddeutsche.de Frauen-WM 2011: Nordkorea Ein Klecks im Turniertableau
welt.de 20.06.11 WM 2011: Die deutschen Fußball-Frauen als Panini-Sticker
sueddeutsche.de WM-Kolumne: Die Vorstopperin Mehr Lippenstift? Mehr Puder? Bitte nicht!

Service
usareise.mobi USA Längeneinheiten umrechnen
usareise.mobi USA Gewicht kg, pounds umrechnen

DenkRäume: Der Ball ist lesbisch – Homophobie im Fußball Vortrag von Tanja Walther-Ahrens [Update]

Am Freitag, den 13.05.2011 besuchte ich die Veranstaltung „Der Ball ist lesbisch – Homophobie im Fußball“ aus der Reihe DenkRÄUMEDenkRÄUME ist eine Veranstaltungsreihe im EVAngelischen Frauenbegegnungszentrum, Frankfurt/Main. Frauen sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu denken. Bekannte feministische Vordenkerinnen halten Referate und danach gibt es Gelegenheit zum Austausch. im EVA.

Nachdem die Fragen geklärt waren, ob frau Karten für das Endspiel zur WM in diesem Jahr hat und ob sie weiß, was Abseits ist – Hier kann sich frau gerne die Regel erklären lassen. Oder dann doch besser hier. – startete der Abend mit dem Vortrag von Tanja Walther-Ahrens.

INTERVIEW

eva-fussball1
Tanja Walter-Ahrens und Eli Wolf

Im Interview mit Eli Wolf erzählt Tanja Walter-Ahrens, dass sie in Berlin wohnt.
Aufgewachsen ist sie in Lehnheim in der Nähe von Grünberg, wo die hessische Sportschule ansässig ist. Fußball spiele sie, seit sie laufen könne.
Auf dem Land hätte es nur die Wahl zwischen Sportverein oder Gesangverein gegeben.
Ihr jüngerer Bruder wollte nicht Fußball spielen. Sie spielte im Sportverein zusammen mit den Jungs seit sie sechs war. Dies sei möglich bis 14 Jahre. Danach mit 15/16 kam sie zu den Frauen.
Ihre Oma fand es schlimm, dass sie Fußball spielte, ihre Sachen wären immer so dreckig. Auch der Vater fand ihr Fußballengagement nicht so toll. Nur ihre Mutter unterstützte sie.

Dem Begriff lesbisch sei sie als Kind nicht begegnet. Sie fand Jungs zum Fußballspielen nett, aber ansonsten nicht so spannend. Ihr Coming Out hatte sie zur Abizeit.
Nach dem Abitur ging sie nach Berlin, um zu studieren. Ihre Fächer waren Sport auf Lehramt und Sonderpädagogik. Nebenbei spielte sie Fußball bei Tennis Borrusia Berlin.
Durch ein Stipendium konnte sie ein Jahr in den USA studieren. Dort spielte sie auch Fußball.
Weiterlesen

Alte Frauen und der Sport

Mit 43 habe ich das Laufen angefangen.
Dorothy De Low begann ihren Sport mit 50.
Und Christel Happ startete mit 66 ihr Leichtathletiktraining.

Ich habe gar nicht vor, mich in die hohen Reigen des Turniersports einzureihen. Aber es ist schon faszinierend, was alte Frauen im Sport noch so alles leisten.

Von Christel Happ berichtete meine Frau im Sommer dieses Jahres. Sie zappte im TV und landete beim mdr. Dort wurde gerade von der Leichtathletin Christel Happ erzählt, die erst mit 66 ihren Sport begann. Christel Happ berichtete in diesem TV-Beitrag auch über ihr Training und die Besonderheiten. Und meine Frau findet es immer wieder bemerkenswert, wie Frau Happ locker in ihrem Garten Diskus übte und eines Tages landete dann dieser Diskus auf dem Garagendach des Nachbarn.

Dorothy De Low fiel mir kurze Zeit später über eine Newsseite im Web auf. 100 Jahre alt und siegreiche Tischtennisspielerin mit der Killervorhand. Das begeisterte mich, deshalb suchte ich im Netz nach weiteren Infos über sie.

Leichtathletik locker mit 80

Tischtechnis floggig mit 100

 

19. Jederfrau Fußballturnier: Zu Besuch am zweiten Spieltag am Sonntag [Update]

19. Jederfrau FußballturnierIch war am Sonntag von 13 bis kurz nach 16 Uhr zu Besuch beim 19. Jederfrau Fußballturnier in Frankfurt veranstaltet von Xtremeties.

Es war warm.
Ich habe zweimal den Ball für die Spielerinnen geholt und weiß, wie warm es war.
Und kann deshalb mitteilen, dass es eine enorme Leistung war, auch nur die 2×10 Minuten (oder sind es mehr?) auf dem Platz zu spielen. :yes:

19. Jedefrau Fußballturnier

Was ich leider nicht mitbekommen habe, ist wer denn das Turnier gewonnen hat.
Wenn eine das Ergebnis hat, gerne her damit. :wave:

Hier gibt es noch einen kleinen Film zur Erinnerung:
Weiterlesen

EM wie natürlich.

Könnte ich diesem Ereignis in Europa denn entfliehen?

Wenn ab einer gewissen Uhrzeit die Gänge auf Arbeit wie leergefegt sind, weil die Kollegen schon unterwegs zum Public Viewing sind (und sich dann die Niederlage der deutschen Mannschaft ansehen mussten)?
Oder ich den Krach anhören muss, der stundenlang mich nicht schlafen ließ? Gut, es hatten diesmal die Türken gewonnen… Davor die Deutschen, genau so laut…

Gestern Nacht waren es die russischen Fans…
Schade, @Holland abschied
Ich hätte euch gern noch länger gesehen.

Diese nette Unterhaltung zur EM hier fand ich durch den Blogeintrag auf Miriam Meckels-Blog zum Thema Fankultur:

mattes-ulf

Auf Youtube gibt es weitere Kanäle, einmal zu Mattes und Ulf…
Kanal von Mattesulf
sowie der d11btv mit den Knetmännchen.
Kanal von d11btv

Mal sehen, wie es am Mittwoch, 25. Juni 2008, 20:45 Uhr wird…
:wave:
Nachtruhe werde ich nach diesem Spiel auf jeden Fall keine bekommen.
So oder so. :yawn:
Natürlich.

Zum Glück habe ich meine Lebensrettung parat.


Weitere Infos


Nachtrag 24.06.2008

Making of Mattes&Ulf fuer RTL Hessen

 

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