Studiengebühren: Trauer ist angesagt…

Auch wenn ich schon vor Jahren mein Studium beendet habe, so nehme ich doch immer interessiert Nachrichten über die Studienmöglichkeiten auf.

Nun muss ich feststellen, dass Lebensläufe wie der meine auch in Hessen ein Auslaufmodell werden. Die soziale Selektion findet ja teils schon in der Schule statt, nun haben „sie“ es geschafft, dass Menschen, die aus der Arbeiterschicht kommen oder deren finanzieller Background schwach ist, (wahrscheinlich) nicht mehr ein Studium beginnen werden.

Ich hätte es jedenfalls unter diesen Voraussetzungen nicht gekonnt. Ein Leben mit sovielen Schulden beginnen zu müssen, drückt die Studienfreude – kann ich mir vorstellen.

Lasciate ogni speranza, voi ch’entrate!

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Die gesetzliche Rente hat keine Lobby…

… habe ich gestern durchs Fernsehen erfahren:
Rentenangst- Der Kampf um die Altersversorgung . Bin durch Zufall rübergezappt und hängengeblieben.

Der Inhalt hat mich ziemlich aufgewühlt. Auch weil ich tatsächlich es glaubte, was die große Wissenschaft erzählt, dass die „Alterspyramide“ kippt. Aber es muss sich tatsächlich immer gefragt werden: Cui bono? und was wird verschwiegen oder nicht gesehen? z.B. die Produktivitätssteigerung. Immer weniger Menschen sind produktiver und erwirtschaften mehr, so dass das gesetzliche Rentensystem noch immer funktionieren könnte.

Aber jetzt nicht mehr kann. Wie es Blüm im Bericht vergleichend sagte, wenn einem Menschen das Bein gebrochen wird, kann hinterher nicht verlangt werden, das er normal liefe. So sei es mit der gesetzlichen Rente geschehen. Diese sei sukzessive abgebaut worden, während gleichzeitig erzählt wurde, dass nun auf private Vorsorge zu setzen sei, weil die Rente nicht mehr das leisten könne, was sie müsse – da es ja immer mehr Rentner gäbe und immer weniger, die arbeiteten… blablabla…
>:-[

Tja.

Weitere Infos gefunden:
kobinet-nachrichten.org Die Rente ist sicher

Der SPIEGEL hat es vor wenigen Wochen vorgemacht: In einem Beitrag über die Durchsetzung der Rauchverbote hat er Namen von Bundestagsabgeordneten mit dem Zusatz „Raucher“ versehen. Und schon lichtete sich der Nebel. Ähnliches sollte mit den Nebentätigkeiten der Abgeordneten geschehen. Wenn dann hinter dem Namen des Abgeordneten XY „Verband der privaten Versicherungswirtschaft“ genannt wird, hat der Seher, Hörer oder Leser endlich die Möglichkeit, dessen Aussage „Wir müssen viel mehr private Vorsorge betreiben“, richtig zu bewerten.

Quelle: kobinet-nachrichten.org Medientipps extra

Immer noch aufgewühlte Grüße euch da draußen im Blogland.
Bleibt gesund und werdet alt. :wave:

 
Übrigens:
Die Sendung wird am Mittwoch, 04.06.2008 um 13.45 Uhr auf SWR3 wiederholt.


[Zynismus on]
Und jetzt mach ich noch ein bisschen Frühsport, damit ich vielleicht eventuell möglicherweise mit 90 etwas von meiner privaten Vorsorge erhalten kann.
[Zynismus off]

 

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Möge es immer schön bleiben…

Gestern saß ich mit vielen Frauen in einem Raum, um mir einen Vortrag einer Rechtsanwältin anzuhören. Ich saß vor allem hier, weil ich erfahren wollte, was alles für „das, was hoffentlich nie eintritt“ zu bedenken ist.

Präambel

Ich bin keine Rechtsanwältin und das folgende sind nur meine Notizen, die eventuell nicht vollständig sind und vielleicht habe ich auch etwas missverstanden!
Über weitere Hinweise freue ich mich daher sehr.

Versorgung nach der Scheidung

Aber es waren zwei Themen angesagt. Über das erste hatte ich anscheinend geflissentlich bei der Einladung hinweg gelesen: Es ging um die Versorgung nach der Scheidung.

Während die Rechtsanwältin so erzählte und die Frauen hin und wieder fragten, dachte ich: Wie übel es doch Heteras nach einer Scheidung geht.
Wenn sie das Pech hatten, sehr früh zu heiraten, wenn sie tatsächlich es auf sich nahmen, Zuhause zu bleiben und auf die Kinder zu achten, werden sie ins beziehungslose Leben geschubst zu den gleichen Bedingungen wie zu Beginn der Ehe. Sie sind verpflichtet, für ihren Lebensunterhalt selbst zu sorgen. Okay. Das klingt gut, wenn manche vielleicht 15 bis 20 Jahre nicht arbeiten war. Die Aussichten sind großartig.

Sollte es zu einem Unterhaltsanspruch kommen, hat dieser aber nur den Standard, wie die Frau ihn vor der Ehe hatte. Zugewinn, Standarderhalt sei nicht mehr.

Es kam auch das Thema auf, dass Frau sich wirklich mehrfach überlegen sollte, von wem sie Kinder bekommen will. Zeigt sich, dass der Mann unzuverlässig ist, sollte sich hetera Gedanken machen. Schließlich, es ist ja fast sicher, dass jede dritte Ehe (ist das richtig?) unterdessen geschieden wird. Es trifft dann wohl fast jede mal. Irgendwie.

Kinder hätten Unterhaltsanspruch. Aber wir hören ja, wie zahlungsmoralisch – da es meist immer noch Männer sind, die zahlen müssten, weil sie besser verdienen und die Kinder nicht versorgen – die Männer sind.

Am Ende kam es noch zum Thema, dass doch eigentlich die Ehe unter besonderem Schutz des Grundgesetzes (Art. 6 GG) stehe, aber das dies dann doch sehr relativ sei, wenn es zur Scheidung käme.

Ich muss mir noch weitere Gedanken machen, weil genau dieser Satz mit dem besonderen Schutz der Ehe wird uns Homos vorgehalten, wenn es darum geht, die Rechte der Ehe für die Verpartnerung zu erhalten…

Info nachgereicht:
test.de: Neues Unterhaltsrecht: Gewinner und Verlierer

Vorsorgeregelungen

Vorsorgeregelungen. Deshalb war ich eigentlich in diesem Vortrag.

Die Rechtsanwältin fing an mit der Patientenverfügung. Diese werde für sich selbst im Falle einer medizinischen Behandlung geschrieben. Adressatin sei die behandelnde Ärztin.
Diese Verfügung solle so individuell wie möglich sein, denn es gehe um den Patientinnenwille, der von der Ärztin einzuhalten sei.

Es würde auch der mutmaßliche Patientinnenwille als Maßstab genommen, wenn z.B. über solche Fälle mit Angehörigen gesprochen wurde, so dass Angehörige bezeugen könnten…

Gut sei es also, am besten schriftlich, wenn… Und zusätzlich mit Angehörigen sprechen.
Und noch besser mit der Hausärztin zu sprechen, um an alles zu denken. Weil wirklich alles bedacht werden sollte. Einfach mitzuteilen, dass irgendwas medizinisch zu unterlassen sei, könnte eventuell zu kurz gedacht sein.

Vorsorgevollmacht kann alle Bereiche erfassen, z.B. auch das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Es sei wichtig an so etwas zu denken, weil Volljährige haben keine gesetzlichen Vertreter! Heißt, auch Eheleute können sich nicht einfach so gegenseitig vertreten. Ein gemeinsam unterschriebener Mitvertrag kann nicht von einer allein gekündigt werden. Dies gehe nur mit ausgestellter Vollmacht der anderen.

Sonderfall sei die Bankvollmacht. Weil eigentlich müssten Banken auch einen geschriebenen Zettel, wie die Vorsorgevollmacht, anerkennen, aber sie bestehen darauf nur ihre eigenen Formulare zu nutzen und nach ihnen zu arbeiten. Und es könne zwar der Rechtsweg eingeleitet werden, aber wenn es schnell gehen müsse, dann sei es doch besser diese Bankvollmacht zu besitzen.

Warum eine Vorsorgevollmacht, wenn es doch Berufsbetreuer gäbe, die vom Gericht eingesetzt würden?
Berufsbetreuer erhalten relativ wenig Geld für ihr Tun und sie dürfen nur eine gewisse Zeit im Monat sich um einen Fall kümmern, diese Zeit verkürzt sich umso länger ein Betreuungsfall dauert, so dass nach einem Jahr nur noch 2 einhalb Stunden pro Monat aufzuwänden sei.
Damit es sich lohne, werde dann eventuell aktenweise und fließbandmäßig gearbeitet.
Dies müsse bedacht werden. Auch seien Berufsbetreuer Fremde.

Die Vorsorgevollmacht ist grundsätzlich formfrei, dennoch wäre es für die Beweiskraft besser, wenn diese schriftlich sei. Am besten noch notariell beurkundet, weil von dort der „Vollbesitz der geistigen Kräfte“ bezeugt werden könne. Pflicht sei das Notariat, wenn es um Immobilien gehe.

Diese Vorsorgevollmacht muss bedingunglos sein. Heißt, es darf darin nicht stehen, „für den Fall, dass ich nicht mehr im Besitz meiner geistigen…“ Es darf kein Wenn und Aber möglich sein, sondern eine Person vertritt eine andere. Fertig! Deshalb hat diese Ausstellung einer Vollmacht mit Vertrauen zu tun.

Mensch könne so eine Vollmacht beim Vorsorgeregister der Notariatskammer hinterlegen, dort würde das Amtsgericht definitiv nachfragen. Und das Amtsgericht setze lieber freiwillige Angehörige oder bevorzugte Personen ein, als einen Berufsbetreuer zu beauftragen, so gut sie auch arbeiten mögen.

Diese Vorsorgevollmacht ist bedingungslos. Dennoch könne es einen Vollmachtsvertrag zwischen Vollmachtgeber und Vollmachtnehmer geben, um das „Innenverhältnis“ zu begrenzen/ regeln, z.B. wann, was, wie…

Die Rechtsanwältin meinte, eine Vorsorgevollmacht sei fast wichtiger als das Testament, weil es das Leben regele und davon kriegt mensch wahrscheinlich noch einiges mit. Das Testament regele etwas, wovon mensch selbst nichts mehr mitbekommt.

Und es gäbe zu den Themen Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht so manch Literatur (virtuell und haptisch), aber es sei immer besser sich beraten zu lassen (Ärtzin, Rechtsanwältin) und eine Vorsorgevollmacht ggf. von einer Rechtsanwältin ausstellen zu lassen.

Die Regelungen gelten nur für Deutschland. Dies müsse bedacht werden, wenn eventuell ins Ausland ausgewandert würde oder ähnliches… Denn hier käme das internationale Privatrecht zum Tragen und dies sei wieder ein ganz anderes Thema.

Info nachgereicht:
vorsorgeregister.de: DIE VORSORGEVOLLMACHT.

 

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Nachtrag

Da ich gerade ein Magazin durchgeblättert habe, fand sich ein Hinweis über „Familie und Beruf“ – Wiedereinstieg ins Arbeitsleben erleichtern… Weiterlesen

Männer sind keine Säugetiere!

Zu dieser hervorragenden Schlussfolgerung kommt Frau Pusch, meiner Meinung nach, in ihrer Glosse:

Gibt es männliche Säugetiere?

Hier ist ihre feine sprachwissenschaftliche Ausarbeitung, warum es so sein muss – strenggenommen.

Nun wollen wir da mal ein bißchen begriffliche Ordnung schaffen: die Säugetiere gehören auf die eine, die Saugetiere auf die andere Seite. Oder auch Säugas hier und Sauger dort.
Säugas säugen, Sauger saugen.
Säugen gehört zu den kausativen Verben, wie fällen (zu fallen) und tränken (zu trinken).
Säugetiere säugen nicht nur, sie saugen natürlich auch. Aber namensgebend ist die Tatsache, daß sie saugen lassen (kausativ!).
Die Antwort auf die Frage im Titel ist also: Männliche Säugetiere gibt es nicht, strenggenommen.

Quelle: Luise F. Pusch – Gibt es männliche Säugetiere?

Tja, so ist das. :yes:


Nachtrag

Jetzt musste ich mir nochmals meine Ahnung durch das Wörterbuch bestätigen lassen. Was die englische Sprache angeht, ist es noch faszinierender: Säugetier heißt auf englisch „mammal“. pfeif

Und hier noch ein bisschen Latein zum besseren Verständnis meiner Faszination:

mamma, ae f
1. Brust;
2. Euter, Zitze;
3. (Mart.) (in der Kinderspr.) Mama, Mutter.

Ich sach jetzt nix mehr… )-o
*wegtapps*

 

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Lärmbelästigung abstellen…

Es gibt etwas Beruhigendes, zu erleben, dass Nachbarn aus den Nachbarhäuser sich zusammenschließen, eine Unterschriftenliste fertigstellen, damit ein lärmender Nachbar (hoffentlich bald) das Feld räumen muss.

Im Zeitalter des Egoismus ist das hervorragend.
Ist doch schon fast die Tagesordnung, dass ein Mensch allein sich alles Mögliche erlaubt und niemand sagt was dagegen: Da wird in der Mittagsruhe, aber auch zu jeder anderen Zeit, das Radio auf voll aufgedreht, so dass sich in dieser schönen Jahreszeit, kein Mensch mehr auf den Balkon setzen möchte, weil dieser Lärm einfach stört.
Aber immerhin: Ein Mensch ist glücklich.

(Von anderen Sorten des Egoismus mag ich jetzt nicht anfangen, da komm ich vom Hundersten ins Tausendste…)

Rücksichtnahme und Mitdenken wurde und wird seit geraumer Zeit den Menschen nicht mehr beigebracht.

Ich oute mich hiermit nun als alte Gewitterhexe, die sowas noch gelernt hat und kein Verständnis dafür finden kann, dass jemand nicht nur sich, sondern seiner gesamten Umgebung die Musik aufnötigt.

Okay, ich freu mich also, dass der Hausmeister mir mitteilte, dass in der Sache schon was am Laufen ist…

Mein persönliches Glück…

 




 

Tag gegen Lärm

Im Internet fand ich o.g. Aktion „Tag gegen Lärm“, die am 25. April 2007, 14.15 Uhr für 15 Sekunden Ruhe einkehren lassen möchte…

Warum?

Tag gegen Lärm

Was macht denn den Schall aus, der stört? Wann wird denn der Schall zu Lärm?
Aus vielen Untersuchungen geht eindeutig hervor, dass Krach und Lärm ähnlich anderen Stressoren, zu negativen physischen und psychologischen Veränderungen im Menschen führen. Weder der einzelne Mensch noch der Mensch in der Gemeinschaft lässt es länger unhinterfragt über sich ergehen, dass Lärm ein „selbstverständliches Nebenprodukt“ der Gesellschaft ist.
Quelle: Tag gegen Lärm: Motivation

In einigen Städten gibt es zum Thema „Lärm“ auch so manche Aktion.

Leider nicht in unserer Nähe… Gäbe auch viel zu viel zu beanstanden: Autobahnen, Flughafen, Straßenlärm, Nachbarn, Verliebte Gespräche des Nachts auf der Straße vor Wohnhäusern im Sommer, Fußballfans…

International Noise Awareness DayVielleicht ist für euch ja was dabei… icon_wave
Oder ihr seid am 25. April 2007 um 14.15 Uhr einfach mal für 15 Sekunden still. icon_smile

 

 

Freitag, der 13. – Für den Notfall vorgesorgt?

Nicht erst seit den winterlichen Stromausfällen und Hochwasservorfällen sollte mensch hin und wieder an den Notfall denken…

Hierzu gibt es wunderbare Broschüren vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe.

Notfall_Vorsorge

Darin finden sich Infos zu:

Vorsorge und Eigenhilfe
* Notvorrat
* Hygiene
* Hausapotheke
* Energieausfall
* Informationsquelle Radio
* Notgepäck
* Dokumentensicherung
Katastrophenschutz
Checkliste
Notruf
Hochwasser
Unwettergefahren
Selbstschutz im Haus
Erste Hilfe
Rufnummern

Also: Mehr Mut zur Selbsthilfe. icon_wave

P.S.
Dran denken: Haustiere nicht vergessen, wenn es um die Vorsorge geht!
Und um das Ding mit der Akte müsst ihr euch nicht bekümmern… icon_cool


Update 22.02.2013

Webseite Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe aufsuchen.
Dort nach Broschüre „Für den Notfall vorgesorgt“ suchen.
Und ihr habt immer die aktuellste Version der Broschüre. icon_wave