Tempo! Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit

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Ich bin am Sonntag, den 21.10.2012 in eine Ausstellung des Museum für Kommunikation gegangen. Es geht um das Thema Tempo und auch Zeit in der Ausstellung mit dem bezeichnenden Titel: Tempo! Tempo! Im Wettlauf mit der Zeit.
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Im Kommunikationsmuseum: still

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Mit einem befreundeten Frauenpaar waren meine Frau und ich im Kommunikationsmuseum. Wir nahmen an einer Führung zu Dialog im Stillen teil.

Während dieser Führung lernten wir in fünf Räumen auf unterschiedliche Art uns mitzuteilen, ohne dass wir etwas hören konnten. Dabei wurden Mimik, Gestik und am Ende sogar Gebärdensprache eingesetzt.

Die Schattenspiele um den runden Tisch haben mich dabei sehr beeindruckt.

Vortrag von Luise F. Pusch zu "Sprache und Gerechtigkeit. Die Eier des Staatsoberhaupts…"

Vor fast auf den Tag genau 19 Jahren habe ich das letzte Mal einen Vortrag von Frau Pusch miterleben dürfen. Es war der 12. Dezember 1990 und Frau Prof. Dr. Luise F. Pusch las Glossen und sprach über Judith Offenbachs Buch „Sonja“ in der Frankfurter Frauenschule.

Deshalb freute ich mich sehr, als letzte Woche, am Mittwoch, den 09.12.2009 Prof. Dr. Luise F. Pusch im EVAngelischen Frauenbegegnungszentrum in Frankfurt am Main zum Thema „Sprache und Gerechtigkeit. Die Eier des Staatsoberhaupts…“ referierte.

Eingeleitet in die Veranstaltung hat Angelika Förg, Mitglied im Förderverein für das EVAngelische Frauenbegegnungszentrum, die die Veranstaltung organisierten. Auch Sonja Ritz, gleichfalls im Förderverein, fand begrüßende Worte.

Frau Pusch begann selbst über ihre biographischen Hintergründe zu sprechen und die Glossen, die sie zwischendurch vorlas, fanden sich wie selbstverständlich in den Vortrag ein.

Die Sprachwissenschaftlerin
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Twitter ist in aller Schreibe

Alle müssen darüber reden, schreiben, erzählen. Ich auch. :lalala:

Manche twittern gar. :wave:
Viele verstehen es dennoch nicht. :no:
Machen sich darüber lustig. :yawn:
Verfolgen kaum welche, lassen sich verfolgen. U-(
Oder verfolgen ganz viele und hoffen auf Verfolgung. >:-[

Aber, wenn mensch es verstanden hat, ist es Spaß, Informationsbündelung,
Kommunikation.
So.

Technische Funktionsweise des Twitterns

Ich denke, ich habe die meisten Tricks nun auf Twitter.com verstanden:

  • Warum es gut ist, nicht nur Mensch mit @Username anzusprechen, sondern den Reply-Button zu klicken.
    Das bringt nämlich den Vorteil, dass der Tweet damit in der Antwort gleich mitverlinkt ist.
  • Oder diese wunderbaren Sternchen, mit den Favoriten gekennzeichnet werden können.
    Die können auch für Tweets außerhalb des eigenen Abonnements angeklickt werden. So hat mensch die Tweets zusammen, wenn sie darauf antworten möchte oder die Information einfach für aufhebenswert hält.
  • Hashtags sind eigentlich nichts Besonderes.
    Sie machen Begriffe für die Volltextsuche halt eindeutiger, die besser #Hashtag als Hashtag (was sie dennoch auch tut) findet. Und es ist halt eine Konvention, die User eingehen, um dann einen Strom an Ergebnissen in der Suche zu liefern. (z.B. heute ist #lesbianwednesday, das ist der Strom dazu.

Sehr gute Infoseite zum Thema Twittern

Die Funktionsweise von Twitter wird exquisit erklärt auf webwriting-magazin.de Twitter: Vom Raum zum Schwarm (Teil I)
Dort gibt es dann auch noch eine Verlinkung zu einem zweiten Teil des Artikels. 🙂


Meine Beiträge zu Twitter auf diesem Blog.
 
So.
Und jetzt mach ich weiter mit meinem Reallife.
 

So funktioniert Twitter: Im Sturm #amazonfail

Wenn jemand wissen wollte, wie Twitter funktionieren kann, so hätte sie am Sonntag dort eingeloggt sein und dem Treiben aufmerksam folgen sollen. Irgendjemand hätte es auch in ihre abonnierten Tweets gebracht.

(Außer, sie verfolgt selbst nur zwei/drei/vier Tweets, die sowieso sehr selten posten, so dass es sang und klanglos an ihr vorüber ging.)

Was ist geschehen?
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Are you still doing… ?

Die Tage stellte ich diverse Infos über Twitter zusammen. Ich habe mir kein eindeutiges Urteil über das Phänomen erlaubt.
Nun ist ein bisschen Zeit ins Land geeilt und ich stelle für mich fest:

Twitter ist langweilig für mich. Es bringt mir nichts, etwas in diesen kurzen 140 Zeichen unterzubringen, worauf niemand hier in diesem Blog wirklich antworten kann.
Die Shoutbox wäre tatsächlich hierfür die bessere Alternative, aber ich fand noch keine, die mich wirklich überzeugte.

So mitteilsam bin ich dann wiederum nicht, dass ich jeden Pups in einem 140 Zeichen langen Monolog der Öffentlichkeit mitteilen möchte.

Nur gezwitschert:

Auf der Plattform twitter.com twittern will ich nicht. Das hat für mich etwas von Chatten. Auch wenn es „statischer“ ist und die Beiträge nicht gleich wieder verschwinden, chatten mag ich nicht.

Des weiteren gefällt mir formal am Twittertool nicht, wie die Zeitangabe gehandhabt wird: Six days ago, five minutes ago. Wieso kann da nicht einfach stehen: 01.08.08 14:45, oder so?

Somit beende ich diesen Selbstversuch und nehme die Box aus dem Rahmen. :yes:
Hab ich wieder Platz, um etwas Neues auszuprobieren.;D

 

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WHAT! ARE! YOU! DOING ???

Tja, das ist eine gute Frage. :yes:
Ich sitze hier gerade bei Balkonien und amüsiere mich über die satirischen Abbildungen über Twitter, die sich auf diesen Seiten finden:

Und ich lese diverse Blog-Artikel zum Thema.
Sogar die Kommentare nehme ich mit. :yes:

Es dünkt mir, es ist zweierlei, was die Leute bekümmert: Einerseits – ihr stellt soviel „Privates“ freiwillig ins Netz, andererseits – ständig erreichbar sein zu müssen.
Dass es des weiteren noch langweilig und nutzlos ist, brauch ich ja nicht zusätzlich erwähnen? 😉

Selbstbestimmt vs. Fremdbestimmt

Twitter ist der Höhepunkt von Belanglosigkeiten, der Höhepunkt des Seelenstriptease – welcher der Damen und Herren Twitterer will denn noch ernsthaft um die Privatsphäre kämpfen, für den Datenschutz eintreten, wenn er selber weitaus mehr in die Welt bläst, als Schäuble, Bush & Co. jemals wissen wollen?

Quelle: fixmbr.de Twitter – Der größte Blödsinn aller Zeiten

Egal, wie ich zu Twitter stehen mag, es macht einen Unterschied, ob mich jemand heimlich beobachtet und Daten über mich sammelt oder ich so „dumm“ bin, meine eigenen Daten ins Netz zu schleudern.

Wird wieder der Schutz des Users vor der eigenen Dummheit gefordert? :**:
Manche Fehler müssen halt mal selbst gemacht werden.
Und manche Leute lernen nie.
So ist das Leben! :lalala:

dabei ist es eben kein widerspruch, dass ich ein privates blog führe. dessen nutzen erzwingt nicht die entblössung. twitter tut dies, so wie ich es verstehe, schon.

Quelle: Basic Thinking-Blog Kommentar von Marcel auf „Twitter: was für realtime Netzimmigranten“

Twitter ist ein Tool, eine Software, sie kann nichts fordern.
Es ist das Mensch, das etwas zur Selbstentblößung beiträgt. :yawn:

Wenn die große Langeweile uns ereilt…

… oder ist es nur Ablenkung?

Mein Hauptproblem mit Twitter ist die Ablenkung.

Quelle: fixmbr.de Kommentar von MacMacken auf „Twitter – Der größte Blödsinn aller Zeiten“

Vielleicht ist es aber nur ein Spiegelbild unserer oberflächlichen "Spaßgesellschaft”?

Quelle: fixmbr.de Kommentar von Martina auf „Twitter – Der größte Blödsinn aller Zeiten“

Vielleicht? ;D


Das Kreuz mit der modernen Kommunikation: Die ständige Erreichbarkeit!

Und dazu wenn ich mit meinem PDA unterwegs bin…

Genau das nervt. Es nervt, daß alle Welt meint, immer und überall erreichbar, verfügbar und ansprechbar zu sein. Und diese eigene Erwartungshaltung dann auf andere projeziert und wehe, es wird auf eine Anfrage nicht binnen Sekunden reagiert… Was bitte ist das denn für ein Leben?

Quelle: fixmbr.de Kommentar von Falk auf „Twitter – Der größte Blödsinn aller Zeiten“

Hm. gruebel
Sind wir Menschen nicht einfach nur neugierig?
Und ist es nicht interessant, wenn sich jemand für uns interessiert?
Andererseits ist es doch genau das, was Twitter tut:

Es geht bei twitter ja auch nicht um Kommunikation (”twitter is not a chat”) sondern um das Teilhaben am Leben anderer und das ist spannend!

Quelle: fixmbr.de Kommentar von Raphael auf „Twitter – Der größte Blödsinn aller Zeiten“

Alles ganz anders?

Ich möchte es da mit Shakespeare halten: Diese Diskussion über Twitter ist „Much ado about nothing“.

Naja, Twitter ist weder "the next big think” noch "der grösste Blödsinn aller Zeiten”, sondern ganz einfach eine weitere originelle Möglichkeit für den sinnvollen und sinnlosen Nachrichtenaustausch …
Quelle: fixmbr.de Kommentar von Herbert auf „Twitter – Der größte Blödsinn aller Zeiten“

Meine Frau bringt mich diese Eintrag abschließend gerade drauf:
Eigentlich ist eine Shoutbox für blogkontextinternexterne Diskussion eine viel bessere Alternative. rauchen_cool

 

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Mit diesen weiteren Quellen könnt ihr euch selbst eine Meinung bilden…
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Von Kommunikationshürden, Tagebüchern und Weblogs…

Ich dachte mir, es wäre eine gute Idee, ein bisschen Kultur in die freien Tage zu bringen und wollte die Ausstellung "Dem Ingenieur ist nichts zu schwör" – Erfindungen aus Entenhausen anschauen.

Ich komme beim „Museum für Kommunikation“ an.
Von Ferne sah ich schon einige Leute, die auf die Öffnung des Museums warteten.
Und dann werde ich von einem Mann angesprochen….

Verzögerung im Zeitablauf


27.07.2008 11:02 Uhr
„Es hat sich etwas verzögert im Zeitablauf. Das Museum öffnet erst um halb zwölf.“

Genial.
Das nächste Museum, das Probleme macht.
Leider läuft die Ausstellung nur bis nächste Woche. Und nun bin ich hier. Ich geh nicht mehr weg.
War schon doof, dass die Ausstellung im DAM „ausfiel“, weil sie just, als wir davor standen, Umbauarbeiten machten. Klasse.
Haben Museen nicht auch mal Ferien, in denen sie sowas tun können?
 

 

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Es kommt noch besser…
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Gemähte Schafe

IMG_2887-ein-schafDieser Versprecher hätte Frau Prof. Dr. Leuninger damals in der Einführungsveranstaltung Linguistik gefallen. :yes:

Es ging um Schafe auf der Weide, die geschoren werden. Und in der Eile verbindet Frau Meckel im Hinterkopf das gemähte Gras der Weide mit den Schafen auf dieser. ;D
Nett. :yes:

***

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Hier nun ein Film zur Lesung Das Glück der Unerreichbarkeit. Wege aus der Kommunikationsfalle am 13. Juni 2008 in Frankfurt, Museum für Kommunikation:
http://lads.myspace.com/videos/vplayer.swf

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Übrigens

Später schau ich dann mal, was ich aus meinen Notizen mache, die ich bei der Lesung mitschrieb…
Vorerst hier gibt es noch mehr Schafe Weiterlesen

Wie entstehen eigentlich Blog-Texte?

Der kreative Entstehungsprozess

Ich kann hier erstmal nur von mir schreiben.
Wenn mich etwas interessiert, dann fange ich an zu recherchieren: Im Netz, in der Literatur, die ich greifen kann.
Es ist nicht alles, was ich fand, hier zu einzelnen Themen niedergeschrieben.
Manchmal sind es nur Listen, abgehackte Notizen, die im Blog landen.
Aber es gibt auch Momente, wenn die Themen länger in mir ruhen, da fängt mein Gehirn an, wundersame Satzgebilde zu entwerfen, die frei umherschweben.
Plötzlich.
Unerwartet.
Überfallartig.
Sie zogen weiter, weil ich in der Bahn keinen Kuli, Bleistift und Notizblog mit mir führte.

Unterdessen habe ich mir ein Mini-Notizblöckchen angeschafft, welches ich unterwegs mit mir führe. Denn ich war es leid, dass ich die schönen Einfälle, die mich so hier und da überkamen, hinter mich lassen musste.
Auch fand ich es nicht prickelnd, wenn ich dann doch in meiner Not irgendeinen Zettel nutzte, um die Idee niederzukritzeln.

Ich stehe mit diesem Thema nicht allein da. icon_lalala
Julia Encke beschreibt in ihrem Artikel zum Marbacher LiteraturMuseum, wie Dichter – also unsere fernen Kollegen icon_wink – ihre Einfälle ordnen:

kreatives Chaos auf dem Schreibtisch

Foto: i.U.

Begreift man (…) Schreiben als einen Prozess, der aus Sammeln, Ablauschen, Listenanfertigen, Ausschneiden, Arrangieren, Streichen oder Korrigieren besteht, so wird schnell klar, dass die eigentliche Herausforderung des Schriftstellers (…) nicht im Einhalten von Fristen liegt, sondern darin, überhaupt einen eigenen Rhythmus zu finden. Wie viel Material muss gesammelt werden? Wann hört man damit auf? Wie muss es arrangiert werden (…)?

Quelle: Spiegel-Online: MARBACHER LITERATURMUSEUM: Querschnitt der Gehirne – 24. Juni 2007

 

 

Das Thema finden.
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Es ist nur ein Hobby, dennoch steigt der Anspruch mit jedem Mal.
Recherche und Sammeln geschehen dabei kontinuierlich und sind unendlich.
Rechne ich aber nur mal die Zeit für das bloße Erstellen eines Blogeintrages, komme ich auf ca. eine Stunde, inklusive Layouten, Bildbearbeitung etc. bis ich das Gefühl habe, der Text ist rund.

Und was gibt es mir?
Ja, mir!
Ich finde Quellen und meine Gedanken zum Thema schnell wieder. Es entsteht im Wachsen eine Ordnung und ein schönes Bild, die im Anfang nicht zu sehen war… Irgendwann werde ich manch lose Fäden wieder aufgreifen können… Und das gefällt mir.

Berühmt werde ich damit sowieso nie. graylaugh