Wolverine: Gebt dem jungen Mann doch mal was zum Anziehen!

Wolverine - Weg des KriegersWolverine: Weg des Kriegers
Produktionsland: Vereinigte Staaten, Australien
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 125 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Vorworte

Ich mag es, wenn es in Superheldinnencomics menschelt.
Ich mag es, wenn es in Actionfilmen gleich in den ersten fünf Minuten zu Explosionen kommt.
Aber hier…
War irgendwie…
Nichts…
So richtig…
Stimmig.

Inhalt


Wolverine (Hugh Jackman) rettet im zweiten Weltkrieg als Kriegsgefangener in Japan dem japanischen Offizier Yashida (Hal Yamanouchi) das Leben.

Jahre später, Wolverine hat sich nach den Ereignissen von X-Men: Der letzte Widerstand in die Wälder verzogen und lebt unabhängig von den Menschen. Nur hin und wieder muss er Batterien kaufen, um ein kleines Radiogerät betreiben zu können.

Bei einem dieser Besuche in der Zivilisation wird er von Yukio (Rila Fukushima) angesprochen, die ihm mitteilt, dass sie Wolverine suchte, damit der letzte Wille des im Sterben liegenden Yashida erfüllt werden könne. Yukio und Wolverine fliegen zusammen nach Japan…

Bechdel-Test

Wir erinnern uns, der Test stellt folgende drei Fragen:
1. Sind wenigstens zwei Frauen im Film?
2. … die miteinander sprechen?
3. … über anderes als Männer?

Ja, der Film hat bestanden. Aber hier zeigt sich, wie wenig dieser Test die Qualität eines Films anzeigt.

Als Yukio und Mariko Yashida (Tao Okamoto) aufeinander treffen, zeigt sich, dass sie ein schwesterliches Verhältnis haben. Die beiden sprechen kurz darüber, wie es ihnen gerade geht. Später telefonieren sie miteinander. Am Ende des Film versichern sie sich nochmals ihrer schwesterlichen Gefühle.

Die Frau im Hotel, die Wolverine und Mariko auf der Flucht ein Zimmer vermietet, spricht mit Mariko.

Yukio und Viper (Svetlana Khodchenkova) bedrohen sich gegenseitig, während sie sich bekämpfen: Viper stellt fest, dass es für Yukio Zeit sei zu sterben. Yukio widerspricht diesem kurz.

Meinung

Ich mag Jean Grey/ Phoenix (Famke Janssen) in den anderen Teilen der X-Men-Reihe. Aber in diesem Film tauchte sie mir zu viel und auch an unpassenden Stellen auf. Ja, sie war Wolverines große Liebe und er musste sie im Film „X-Men: Der letzte Widerstand“ töten.
In diesem Film liegt sie nun unentwegt leicht bekleidet neben ihm im Bett und spricht mit ihm. Und so kann aus einer neu beginnenden Beziehung nichts werden, denn Mariko, die Wolverine in Japan kennenlernt, ist die zweite Frau nach Jean Grey.
Ich find’s ja grundsätzlich okay, dass eine Hetero-Beziehung im Film als nicht funktionierend dargestellt wird. Aber deshalb so einen schönen Charakter wie Phoenix „verbraten“?

Leider waren, obwohl es doch einige von ihnen im Film gab, die weiblichen Charaktere für mich eher nichts bedeutend und platt.

Dann muss ich sagen, dass mir in keinen der X-Men-Filme aufgefallen ist, dass Wolverine unentwegt mit bloßem Oberkörper umherlief. In diesem Film ist es passiert. Und ich dachte nur, warum denn schon wieder ohne Hemd, Bluse oder T-Shirt? Gebt dem Jungen doch mal was zum Anziehen! Ich fand’s zuviel des Guten. Gibt doch so wunderschöne Superheldenanzüge, warum zog er nur keinen an? `*soifz*


Weitere Meinungen und Infos

Man of Steel (2D)

Man_of_Steel_KinoProduktionsland: USA
Originalsprache: Englisch
Erscheinungsjahr: 2013
Länge: 143 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12

Samstag war ich zum zweiten Mal im Film. Und – tatsächlich – der Film gefiel mir noch besser als beim ersten Mal.

Beim ersten Mal anschauen musste ich die ganzen negativen Filmkritiken – angefangen damit, dass es null Witz im Film gäbe, über diverse Fortpflanzungsdialoge potenter respektive impotenter Männer, bis zur geringen Präsenz diverser Neben- und weiteren Hauptrollen – überwinden, um dann endlich an den Film überhaupt rankommen zu können.

Ich bin froh, dass ich o.g. Filmkritiken beseite schieben konnte. Sehr froh.

Inhalt

Auf der Suche nach seiner Geschichte auf der Erde findet Clark (Henry Cavill) die Vergangenheit Kryptons, die keine Zukunft für die Erde beinhaltet.

Die Überlebenden Kryptons unter Führung General Zods (Michael Shannon) werden durch ein Signal von einem Raumschiff auf die Erde aufmerksam. Zod plant, die Erde in Krypton umzuwandeln. Eine Koexistenz von Kryptoniern mit den Menschen ist dabei nicht geplant. Als Sahnhäubchen seines Planes freut sich Zod, dass er den Sohn Jor-Els (Russell Crowe), mit dem er auf Krypton in Zwist lag, noch dazu bekommt.

Bechdel-Test

Die drei Fragen des Bechdel-Test werden positiv beantwortet. Somit ist der Bechdel-Test bestanden.

Kommen im Film zwei oder mehr Frauen vor, die Namen haben?
Ja. Da haben wir Martha Kent (Diane Lane), Lois Lane (Amy Adams) und Faora (Antje Traue).

Sprechen diese miteinander?
Martha und Lois reden miteinander. Faora und Lois reden miteinander.

Sprechen diese miteinander über etwas anderes als einen Mann?
Mir ist die Unterhaltung von Faora und Lois aufgefallen. Faora erklärt Lois, dass sie einen speziellen Helm für die Athmosphäre auf dem Raumschiff bräuchte.
Aber es gibt noch eine:

The first one is when Jenny (who isn’t named at this point in the movie, but is named later) tells Lois „You have got to come see this“ regarding the news of the alien invasion being telecast.

The second is when Faora tells Lois „The atmosphere on our ship is different from Earth. This apparatus will help you breathe in that atmosphere“

Quelle: bechdeltest.com Man of Steel

Meinung

Mir hat gefallen, wie Frauen im Film vorkommen. Zwar spielen die Frauen, außer Lois und Martha, nicht die großen Rollen in diesem Film, aber es ist schön zu sehen, wenn z.B. im Ältestenrat eine Frau den Vorsitz inne hat.

Gefallen hat mir auch, dass Perry White nun ein Schwarzer ist und von Laurence Fishburne (Morpheus in Matrix) dargestellt wurde.

Irritiert hatte mich die Düsterheit von Krypton, nachdem Richard Donner damals in seiner Superman-Verfilmung Krypton als strahlenden Kristallplaneten präsentierte. Passte aber gut zur Idee, dass Krypton ein von seinen Bewohnern ausgebeuteter, ausgelaugter Planet ist.

Clark ist ein netter Charakter, der nicht über allem steht, sondern auch seine Schwächen hat. So leicht ist es für ihn nicht, seine Kräfte zurückhalten zu müssen. Und so findet er seine Wege, um diversen Idioten zu zeigen wo der Hammer hängt. (Das nur mal so als Hinweis, der Film hätte keine witzigen Momente.)

Lois ist Lois, eine starke Frau unserer Zeit. Mal sehen, wie sie im nächsten Film weiterentwickelt wird. Denn sie hat schöne Ansätze in diesem Film bekommen.

Es ist schön zu wissen, dass die DVD schon bald rauskommen wird.


Beispiele diverser Filmkritiken

Meine Tweets zum Man of Steel-Kinoerlebnis

Lianna. 1983

Wow, durch Recherche rausgefunden: Hatte Glück gehabt, im „richtigen“ Bundesland zu leben, so dass ich 1986 bereits den Film Lianna im TV anschauen konnte.

Wobei die Beschreibung zum Film damals ja nicht so großartig war:

FERNSEHEN Sonntag, 12. 1.
22.05 Uhr. Hessen III. Lianna

Ruth bricht in die Ehe von Lianna und Dick ein: John Sayles‘ Film (USA 1981) erzählt die Geschichte einer Liebe gegen die bürgerliche Norm in respektvollen, ästhetisierenden Bildern (Photo: Jane Hallaren, Linda Griffiths).

Quelle: Spiegel-Online

Hier findet eine Frau zu sich selbst und geht ihren eigenen Weg weiter. Auch erlebt sie: da gibt es mehr „von uns“ als frau es glauben mag. Sehr schön zu sehen auch in den unten stehenden Filmbeispielen.
Und Ruth ist mal so gar nicht in die Ehe von Lianna und Dick eingebrochen. Wieder mal böse die böse böse lesbische-Verführerin-Taktik als Filmwerbung eingesetzt. Wir müssen ja zeigen, für wen wir eigentlich halten…

Auf Bayern III konnte der Film erst am 28.01.1988 gesehen werden.

Weitere Sendetermine des Films habe ich nicht gefunden…

* * *

In Amerika gibt es den Film seit 2003 auf DVD. Leider nicht hier in D-Land. :no:

* * *

Auf Youtube finden sich ein paar Impressionen zum Film:

 


Weitere Infos

Im Kino: MARVEL’S THE AVENGERS Rächer versammeln! – Avengers Assemble!

The_Avengers_Hauptplakat„Marvel’s The Avengers“
Länge: 142 Min
Land: USA
Kinostart: 26. April 2012

Nick Fury (Samuel L. Jackson), Direktor von S.H.I.E.L.D., versammelt eine Gruppe der weltbesten Superhelden, bestehend aus Iron Man/Tony Stark (Robert Downey Jr.), Thor (Chris Hemsworth), Black Widow/ Natascha Romanov (Scarlett Johansson), Hulk/ Bruce Banner (Mark Ruffalo), Captain America/ Steve Rogers (Chris Evans) und Hawkeye/ Clinton „Clint“ Francis Barton (Jeremy Renner), um einen neuen alten Feind, Loki (Tom Hiddleston), der die Sicherheit der Welt bedroht, zu bekämpfen.

* * *

Wo, nein wie fang ich es denn am besten an?
Vielleicht so:

The Avengers ist actionreiches Erzählkino!
The Avengers ist erzählreiche Action!

* * *

Weiterlesen

DenkRäume: Der Ball ist lesbisch – Homophobie im Fußball Vortrag von Tanja Walther-Ahrens [Update]

Am Freitag, den 13.05.2011 besuchte ich die Veranstaltung „Der Ball ist lesbisch – Homophobie im Fußball“ aus der Reihe DenkRÄUMEDenkRÄUME ist eine Veranstaltungsreihe im EVAngelischen Frauenbegegnungszentrum, Frankfurt/Main. Frauen sind eingeladen, miteinander ins Gespräch zu kommen und gemeinsam zu denken. Bekannte feministische Vordenkerinnen halten Referate und danach gibt es Gelegenheit zum Austausch. im EVA.

Nachdem die Fragen geklärt waren, ob frau Karten für das Endspiel zur WM in diesem Jahr hat und ob sie weiß, was Abseits ist – Hier kann sich frau gerne die Regel erklären lassen. Oder dann doch besser hier. – startete der Abend mit dem Vortrag von Tanja Walther-Ahrens.

INTERVIEW

eva-fussball1
Tanja Walter-Ahrens und Eli Wolf

Im Interview mit Eli Wolf erzählt Tanja Walter-Ahrens, dass sie in Berlin wohnt.
Aufgewachsen ist sie in Lehnheim in der Nähe von Grünberg, wo die hessische Sportschule ansässig ist. Fußball spiele sie, seit sie laufen könne.
Auf dem Land hätte es nur die Wahl zwischen Sportverein oder Gesangverein gegeben.
Ihr jüngerer Bruder wollte nicht Fußball spielen. Sie spielte im Sportverein zusammen mit den Jungs seit sie sechs war. Dies sei möglich bis 14 Jahre. Danach mit 15/16 kam sie zu den Frauen.
Ihre Oma fand es schlimm, dass sie Fußball spielte, ihre Sachen wären immer so dreckig. Auch der Vater fand ihr Fußballengagement nicht so toll. Nur ihre Mutter unterstützte sie.

Dem Begriff lesbisch sei sie als Kind nicht begegnet. Sie fand Jungs zum Fußballspielen nett, aber ansonsten nicht so spannend. Ihr Coming Out hatte sie zur Abizeit.
Nach dem Abitur ging sie nach Berlin, um zu studieren. Ihre Fächer waren Sport auf Lehramt und Sonderpädagogik. Nebenbei spielte sie Fußball bei Tennis Borrusia Berlin.
Durch ein Stipendium konnte sie ein Jahr in den USA studieren. Dort spielte sie auch Fußball.
Weiterlesen

L-Filmnacht in Frankfurt mit "A Marine Story"

projektorIMG_1045Zum ersten Mal gab es die L-Filmnacht an einem Samstag. Gut.
Zusätzlich gefällt mir, dass im Lesbisch-Schwulen-Kulturhaus in Frankfurt es pro Abend zwei Termine gibt, die genutzt werden könnten. Wenn frau es so wollte, könnte sie also den gleichen Film nach der 19 Uhr Vorstellung um 21 Uhr gerade nochmal anschauen.

Während wir da so warteten, erzählte ich, dass ich festgestellt habe, dass die meisten Lesbenfilme ums Coming-Out und Liebesgeschichten gehen. Dass ich mich mal nach einem Film sehnte, in dem dies anders sei. In dem das Lesbischsein einfach so da sei, natürlich, nicht die Hauptsache. Ich weiß nur von einem Krimi, in dem das so ist…
Aber jetzt bin ich etwas abgeschweift. :wave:

Die L-Filmnacht

verlosungIMG_1048Wie das Mal zuvor, wurde das Publikum von der Organisatorin, Karin, fröhlich begrüßt. Sie startete den Abend, indem sie eine Verlosung veranstaltete. Diesmal waren die Eintrittskarten nummeriert und dienten gleichzeitig als Los. Zu gewinnen gab es ein Buch und eine DVD. Natürlich jeweils mit lesbischem Inhalt. ;D

Der Film

A_Marine_StoryGezeigt wurde diesmal in der L-Filmnacht A Marine Story (2010) mit Dreya Weber in der Hauptrolle.

Alexandra Everett, eine hochausgezeichnete Marine-Offizierin (Dreya Weber) kommt als ehrenvoll Entlassene unerwartet aus dem Irak-Krieg nach Hause zurück. Sie ist schnell angeworben, um der in Schwierigkeiten geratenen Saffron (Paris P. Pickard) zu helfen, sich auf das Boot Camp des Militärs vorzubreiten.

Als der wahre Grund herauskommt, warum Alexandra zurückkehrte, hat das Auswirkung auf die Möglichkeiten der Lebensplanung beider Frauen.

Das Drehbuch wurde geschrieben von Ned Farr, der auch Regie führte. Der Inhalt lässt tief blicken in das ungerechte System des hochgelobten Militärsystems der Vereinigten Staaten. A Marine Story ist ein Film über die Vorgehensweise des Militärs gegenüber lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen, die in der Armee dienen. Die Praxis wurde „Don’t ask, don’t tell“ genannt und führte dazu, dass über die persönlichen Präferenzen gelogen werden musste und so das eigene Leben einschneidend prägte. Vor allem waren die betroffen, die aus einer Minderheit kamen, weiblich und lesbisch. Weber beschreibt dies im Interview, dass es am immer noch vorhandenen „structural, white, old-boy network“ liege.

Es war ein Wahlversprechen des jetzigen Präsidenten Barack Obamas, DADT abzuschaffen. Dieses Jahr unterschrieb er das Papier, in das der Grundstein für die Änderung der Vorgehensweise des Militärs gelegt wurde.

Zum Film und so

Der Film sei typisch amerikanisch höre ich gleich nach der Vorstellung. Und kann einerseits nur zustimmen. Aber später an der Bushaltestelle wartend stelle ich fest, dass die Vorgehensweise so weit entfernt von unserem Land doch nicht ist. „Wir“ kennen es hier. Die Vorgehensweise gibt es auch in diesem Land. Frauen, die in Tendenzbetrieben wie der katholischen Kirche arbeiten, können bei Kenntnis über ihre sexuelle Orientierung ebenfalls ihre Anstellung verlieren. Zumindest, wenn sie ihr Lesbischsein ausleben…

Die Besonderheit für die USA ist die Bedeutung des Militärs als Sinn- und Arbeitgeber. Das Militär kann die Alternative zu Gefängnis oder Erziehungsanstalt sein, lerne ich durch den Film. Und ich bekomme angedeutet, wie die Doppelmoral in diesem „old-boys-network“ funktioniert: Sexuelle Übergriffe der Männer in der Armee können so gerechtfertigt werden, sollen sie doch nur den Beweis erbringen, dass Frau doch hetero ist. Und es dient der Sparmaßnahme, weil einer frühzeitig entlassenen Frau nicht die volle Pension zu zahlen ist.

Der Film hält sich aber nicht damit auf, sondern zeigt eine Charakterstudie einer Frau, die den Sinn in ihrem Leben durch die vorzeitige ehrenvolle Entlassung verloren hat. Sie trinkt zuviel. Sie musste lange eine Lüge leben, konnte niemals eine echte Beziehung führen.

Fernab des Militärs erfährt Alex einen neuen Sinn im Leben durch die Hilfe, die sie Saffron gibt. Die Grenzen des Abhängigkeitsverhältnisses bleiben gewahrt. Da gibt es keine wie-auch-immer-geartete Liebesgeschichte von Ausbilderin und Auszubildende. Das hat mir sehr gefallen.

Dafür gibt es mehr Action. Es gibt eine starke Frau, die sich wehren kann. Es gibt sogar Explosionen und Schüsse. Der Film ist ein Film mit Action. Es passiert was. Lesbisch sein ist zwar ein Thema, aber nicht das Thema. Es geht darum, dass Ungerechtigkeit erfahren wird. Dass sich neuer Lebenssinn gegeben wird.
Dass dabei ein Film herauskam, der Spaß macht und politisch ist, weil er eine Situation zeigt, die vor allem Lesben, die zusätzlich einer "Minderheit" angehören, betrifft, ist dabei ein hübscher Nebeneffekt.


Weitere Infos

Am 25. März ist der Equal Pay Day 2011

Info für Bremen erhalten.
Anderenorts gibt es bestimmt auch so einige Veranstaltungen zum Thema.
Hier ist es Bremen:

Der Equal Pay Day mit seinem Symbol, der Roten Tasche, wurde in Deutschland erstmals 2008 vom Frauennetzwerk Business and Professional Women (BPW) ausgerufen. Er findet jeweils an dem Tag statt, bis zu dem Frauen rechnerisch arbeiten müssen, um auf das gleiche Gehalt zu kommen wie Männer, die bis zum 31. Dezember des Vorjahres tätig sind.

Regine Geraedts von der ZGF weist darauf hin, dass Frauen im Land Bremen noch schlechter dastehen als im Bundesdurchschnitt. „In Bremen ist die Lohnlücke mit durchschnittlich 26 Prozent größer als in anderen Bundesländern. Umgerechnet auf den Bruttoverdienst bei einer Vollzeittätigkeit verdienen Frauen jeden Monat gut 1000 Euro weniger als Männer. Das hat unmittelbare wirtschaftliche und auch soziale Folgen.“ Margareta Steinrücke von der Arbeitnehmerkammer ergänzt: „Dazu gehört das höhere Armutsrisiko von Frauen. So sind die Renten, die sich ja am Verdienst bemessen, bei Frauen oft so niedrig, dass sie im Alter nicht davon leben können.“

Um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen, veranstalten in Bremen die Business and Professional Women – BPW, die Arbeitnehmerkammer und die Landesgleichstellungsstelle einen Aktionstag auf dem Bremer Marktplatz ab 13 Uhr.

Die Organisatorinnen freuen sich besonders, dass der Equal Pay Day von vielen Aktionspartnerinnen und auch vom Europäischen Sozialfonds unterstützt wird.

Weitere Informationen finden Sie unter

equalpayday.de
frauen.bremen.de