Crime Bible – Oder über die Macht der Interpretation

„Crime Bibel: Five Lessons of Blood“ entspringt aus den Erzählsträngen von 52. Renee Montoya nimmt das Alter Ego „The Question“ an.
In „Crime Bible“ ist sie die Hauptperson.
Die 5 Kapiteln der Geschichte legen jeweils Schwerpunkt auf eine der Lehren der „Crime Bible“.

Lies weiter auf Ja! Es sind Comics!
 

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Crime Bible

crimebible   Es tut mir in der Seele weh:
Die Hefte hängen beim Zoll fest. 😥
Ich hab den Weg zum Comic-Laden umsonst gemacht.

Aber es wird eine geniale Geschichte glaub ich, wenn ich das hier so lese:
CONVERSATION WITH GREG RUCKA: Hier gibt unter anderem auch ein paar Seiten aus dem Comic zum Ansehen. :yes:

Weitere Infos auf folgenden Seiten:

Eine Rezension gibt es bereits auf Madbastard-Blog: Crime Bible: The Five Lessons of Blood

Über das Pushen von lesbischen und schwulen Charakteren in Comics berichtet Mad Thinker Scott:

I am especially looking forward to what Rucka does with Renee Montoya. He was the author who made Renee a lesbian and made her a complex and thoroughly interesting character beyond her sexuality. I can´t help but to think that Rucka will do the same for Batwoman, who has the potential to be really big character.

Buying this series is a chance that we have to really promote the use of lgbt characters in lead roles in comics. I hope that those of us who want that kind of thing will take this chance to buy it. We know our enemies will take this chance to not buy it and send a message to DC.

Quelle: Mad Thinker Scott-Blog Crime Bible: The Five Lessons of Blood — Five Chances to Support Gay Charcters! Don’t Blow It!

… I take this chance to buy it. :yes:

 

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Leuchtturmeffekt im Comic-Meer

Die Tage habe ich versucht, im DC-Universum Land zu sichten. Nach Jahren der Abstinenz ist es schwierig einen Wiedereinstieg aus dem 70er in das 2000er Comic-Meer zu finden. Die Charaktere sind irgendwie bekannt und doch nicht bekannt.
Manche haben dermaßen viel Weiterentwicklung von sich erfahren, dass ich nicht weiß, ob ich die Figur mögen kann oder nicht.

Das ist eines der großen Probleme, die Superhelden-Comics haben, die Geschichten um die Heldinnen und Helden werden von vielen Zeichnern, Schreibern und was weiß ich erzählt, dass die Einheit abhanden kommt.

Natürlich sollen sich Charaktere weiterentwickeln. Aber mal sind sie tot, dann wieder doch nicht, dann böse, dann plötzlich nicht.

In wie vielen Welten leben die Charaktere, wie viele Erzählstränge müssen zusammengebunden werden?

Es ist nicht wie bei Asterix und Obelix, dass ein Erzähler und ein Zeichner eine kontinuierliche Erzählweise beibehalten: Asterix Zuhause, Probleme, Abenteuer, Probleme gelöst und Feier im Dorf mit dem Troubadouren gefesselt und geknebelt auf dem Baum.

Des weiteren besteht ja das nachvollziehbare Interesse der Verlage, dass möglichst regelmäßig ein neues Heft veröffentlicht und verkauft werden soll.
Dies führt zu den unangenehmen Stolpersteine für die Leserinnen: Da wird in der einen Reihe Bezug auf eine andere Reihe genommen, die gerade nicht gesammelt wird. Oder Geschichten können nicht mehr im Ganzen besorgt werden, weil es aus einer Serie von vier nur noch Heft 1 und Heft 3 gibt.
graysigh

Den Leuchtturmeffekt einführen

Von daher versuche ich Lichtpunkte zu setzen, einen Leuchtturm, der mir die Richtung weist: Abgeschlossene graphische Novellen.
Und natürlich lesbische Charaktere auffinden und verfolgen.
Ein bisschen Seelenmassage tut halt einfach gut. icon_wave

Bei DC fand sich eine interessante Figur: Renee Montoya.
Bei allem Hype um Batwoman in der Serie 52 empfinde ich diese Figur als die größere Überraschung der Serie. Und dies obwohl der Charakter mit der Graphic Novelle Half a Life bereits etabliert wurde (was ich leider erst heute durch Recherche herausfand). Auf jeden Fall macht diese Leseerfahrung in der Serie 52 Hunger nach mehr Abenteuer von dieser Figur. grayyes

Die Hoffnung…

Nach einer Nacht drüber schlafen, gehen mir folgende Gedanken durch den Kopf:

Gut, das Level der Comic-Verfilmungen hat sich im Laufe meines Lebens ständig und immens verbessert…

Comic-Verfilmungen in den 60ern, 70ern und 80ern

Das Kind freute sich, als die Spider-Man-Verfilmung mit Nicolas Hammond in den 70ern ins Kino kam. Es sah sanft über die Seile hinweg, die Hammond an der Wand hielten.

Zuvor gab es so ein Batman-Haudrauf-Kino, welches irrer nicht sein konnte. Das Kind ist’s zufrieden.

Es kam ein Donner über Superman

1978 nahm sich die Filmindustrie des Superman-Heldenmythos wieder an. Das Kind sah über diverse Biegungen in der Geschichte von Kal-El hinweg. (Großer Krypton, wieso musste Supermans Vater so alt sein? Naja, auf der anderen Seite zog Marlon Brando die Leute ins Kino.)
Zumindest konnte eine gewisse Ernsthaftigkeit durch die Regie Richard Donners im Umgang mit dem Thema aus einem Comic nicht übersehen werden. graybigeek

Dunkle Märchen in den 90ern…

Es kamen die wunderschönen Batman-Balladen von Tim Burton Ende der 80er, Anfang der 90er ins Kino (Batman und Batman Returns).

Danach ging es nach diesen Batman-Highlights erstmal mit den Comic-Verfilmungen wieder bergab. Es waren kostümierte Witzfiguren gut oder böse, die über die Leinwand huschten.

TV

Dafür brachte das Fernsehen schöne Comic-Interpretationen:
Flash mit John Wesley Shipp sowie
Superman – Die Abenteuer von Lois & Clark Anfand der 90er.
Und The Shadow (1994) und The Phantom (1996) sah ich bisher auch nur im TV.

… und zurück auf die Leinwand

Das Kino kam wieder mit X-Men (2000) (Hab ich zuerst auf DVD gesehen).

Dann *trommelwirbel* kam 2002 Spider-Man (ich war fünfmal im Kino) und mit gleicher Qualität 2004 Spider-Man 2 ins Kino. Der Mythos lebt! Da „klebt“ und krabbelt tatsächlich ein Mensch an der Wand!

Die Liste kann fortgeführt werden mit:
X2 (2003)
Hulk (2003)
Constantine (2005)
Hellboy (2004)
The Punisher (2004)

Ich erwartete bei so manchen nicht viel, da ich die Comics nicht kannte und war hübsch überrascht, was so auf die Leinwand gezaubert wurde.

Der Einbruch und Hoffnung

Aber es gab einen Einbruch, als DareDevil 2003 in die deutschen Kinos kam.
Ich mochte diesen blinden Superhelden.
Aber was ich auf der Leinwand sah, war ein arrogantes Schwein, dessen Entwicklung ich nicht nachvollziehen konnte.
Später erfuhr ich, dass Zeitdruck dazu führte, dass der Film ziemlich schnell fertig gestellt werden musste. Auch wurde am Budget der Ausstattung und Möglichkeiten gespart. Es sollte anscheinend der Comic-Hype im Kino mitgenommen werden.

Die Überraschung kam zwei Jahre später:
Es erscheint eine Director’s Cut auf dem DVD-Markt, die mich überwältigte.
DAS ist DareDevil, das ist die Geschichte.

Und so…
Vielleicht erschließt sich X3 erst nach dem zweiten Mal schauen? Wer mag schon gern so viele tolle Charaktere auf einmal fallen sehen?
Vielleicht – hoffentlich – macht sich der Regisseur Ratner doch noch die Mühe und bringt eine Director’s Cut mit dem eigentlichen Sinn der Geschichte auf den DVD-Markt?
graysigh

Ich gehe nun in meinen Schrein und zünde hierfür eine Kerze an…
icon_wave

 

Kann die Maske schützen?

Aus vielen Bereichen der Wissenschaft wird erklärt, dass Personen in irgendeiner Weise Masken tragen. Nur wer genau hinhört und hinsieht, kann den Menschen dahinter erkennen. Auch im Netz bedeuten „Geheimidentitäten“ einen Schutz.

Aber wie weit kann dieser Schutz gehen?
Schützt die Maske oder die Offenheit in der persönlichen Darstellung?
Im Streit zwischen Green Arrow und Flash erklärt Green Arrow, was für ihn eine Maske alles vermag:

Masken

Im Verlauf des kurzweiligen Thrillers von Brad Meltzer und Rags Morales wird dies alles hinterfragt. Es gibt keinen Schutz offen oder bedeckt.
Die Seiten sind nicht eindeutig klar umrissen: Gut gegen Böse.

Wieder ein sehr gutes Comic, welches die menschliche Seite der zweidimensionalen Abbildungen zeigt. Die Spannung wird erzeugt durch Zwischenmenschliches und nicht durch den Schlagabtausch (der aber auch vorkommt). Die Akteure erhalten Tiefe und Farbe, so dass deren „Hauptberuf“ so manches mal in den Hintergrund tritt: Der Superheld ist wie du und ich.

Also seid vorsichtig. Das Leben ist lebensgefährlich. graysmilewinkgrin
Und dieses Buch sehr empfehlenswert. grayyes

HINTERGRUNDINFOS

Bios

Worte



identity-crisisBrad Meltzer, Rags Morales
Identity Crisis
Sprache: Deutsch
Broschiert – 228 Seiten – Panini
Erscheinungsdatum: März 2006
Auflage: 1
ISBN: 3866071612

Bewertung: ♠ ♠ ♠ ♠ ♠