Buchmesse – mein zweiter Tag mit David, Felix, Benjamin, Daniel und Carol [Update]

Mein Tag begann mit dem Comic-Frühstück mit dem Thema „Ein Schweizer in Amerika“ mit David Boller und Bernd Glasstetter. Danach stolperte ich in den Signiertermin von Felix Mertikat und Benjamin Schreuder, die ihr neues Comic promoteten: Das Kupferherz.

IMG_3723 IMG_3742Später schlenderte ich an der Ausstellung entlang, die die Cartoons enthielt, die für den Deutschen Cartoonpreis 2011 nominiert waren und blieb an der Zeichnung von Carol Gillert hängen.
Ich eilte weiter zum Splitter-Verlag. Ich wollte mich erkundigen, ob es okay sei – obwohl ich mein Comic „Annas Paradies“ Zuhause gelassen hatte -, wenn ich trotzdem einen Sketch von Daniel Schreiber erhalte. Und traf am Stand gleich den Künstler an. Ich erzählte ihm, dass ich das Comic für sehr gut empfinde und kam kurz ins Gespräch mit dem Künstler. Es war wirklich nur ein ganz kurzes Gespräch, aber es tat gut für meine Einschätzung des Comics und des Künstlers. Davon werde ich später noch berichten.

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Ich blieb dann noch etwas für die Preisverleihung des Deutschen Cartoonpreis 2011. Und freute mich, dass der Cartoon, der mir sogleich aufgefallen war, den zweiten Platz erhalten hatte.

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[Update] 17.10.2011
Diverse Signiertermine mit Felix Mertikat, Benjamin Schreuder und Daniel Schreiber

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Was bleibt: Buchmesse-Nach-Lesen [Update]

Ich habe mir vorgenommen, nochmals auf die Buchmesse zurückzukommen. Deshalb vorab dieses Foto der Errungenschaften, die ich von der Buchmesse mit nach Hause schleppte.
Alle erzählen eine kleine Geschichte, die ich mir noch zur Erinnerung aufschreiben werde…
Buchmesse-nachlesen
[Update 01.11.2010]


Generation Web-Comics

Wenn ich mich so zurückerinnere an die Buchmesse in diesem Jahr, so spüre ich eine Intensität, wie ich diese noch nie erfahren habe. Viele der Kunstschaffenden, deren Projekte ich aus dem Web bereits kannte und verfolgte, lernte ich nun live kennen: Bastian Melnyk von fledermaus fürst frederick fon flatter, Johannes Kretschmar von Jojos illustrierter Blog: beetlebum.de, Sarah Burrini von Das Leben ist kein Ponyhof.
Ulf Salzmann von Flausen verfolgte ich zwar schon auf Twitter, aber irgendwie lernte ich erst durch die Buchmesse seine Kunst richtig kennen und schätzen.
Union der Helden verorte ich nun nach der Erklärung von Arne Schulenberg in Dortmund. Auch weil dieses U-Zentrum für Kunst und Kreativität so markant als Kennzeichen für die Union verwendet wird. :>>.

„Freitzeit-vergnügen“

Von vielen auf der Buchmesse Anwesenden hörte ich, dass sie „Comics“ (darüber schreiben, berichten, machen, Events gestalten) nicht hauptberuflich machen. Es „läuft“ halt nebenher zu ihrem eigentlichen Beruf, der nicht unbedingt im Kreativbereich zu finden ist. Dieses Engagement in der Freizeit beeindruckte mich sehr.

Comic-Produktionsweise

In Deutschland werden Comics meist in Personalunion hergestellt: Zeichnerin und Autor sind eine Person. Was ich manchmal nicht für besonders gelungen erachte. Manche Zeichner wären besser aufgehoben, sie würden in Zusammenarbeit mit einer Autorin das Werk vollbringen. Denn auch die Umsetzung des Textes in Bild und Arrangement ist eine große Leistung. Über Peer Meter erfahre ich auf dieser Buchmesse, dass viele Autoren sich auch deshalb dagegen entscheiden, Comic-Autorin zu werden, weil der Verdienst recht gering sei. Besser sei es, sich erst als „richtiger“ Buch- oder Drehbuchautor zu etablieren… Wobei Meter mitteilte, dass er ein so großes Interesse am Medium Comic habe, dass er es sich „leistet“ dafür zu schreiben. Diese Einstellung gefällt mir natürlich sehr. 🙂

Sketch-Hunting

Viele, viele Fans waren unterwegs, um Sketche zu sammeln. Ich machte mir während der Messe deshalb auch so meine Gedanken, wie ich weiter mit dem Thema Sketch-Hunting verfahren möchte. Ich hatte ja schon vorher die Regel aufgestellt: Für jede/n Kunstschaffende/n nur eine Zeichnung. So gewinne ich etwas Zeit, da ich nicht bei jedem Signiertermin aufwarten muss und möchte. Aber, so überlegte ich, wie lange will ich das denn noch machen? Mein derzeitiges Sketch-Buch wird das einzige bleiben, ist jetzt vorerst der Plan. Mal sehen.

Phänomen David Boller

David BollerDieser Mann hat mich schwer beeindruckt: Sein offenes Wesen, sein Schaffen, Gestalten, sein Unterwegssein und auch sein Netzwerken war unvergleichlich. Viele schienen mit seinem Rat bezüglich Comic-Branche etwas anfangen zu können. Seine Webseite heißt: zampano-online.com/

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Sarah Burrini und David Boller am 07.10.2010

Arne Schulenberg, David Boller am 08.10.2010

Eigentlich…

Aus zweierlei, nein dreierlei Gründen wird mir David Füleki in Erinnerung bleiben:
Er ist der Typ mit dem „komischen Namen“ (O-Ton Füleki), er ist eine echte „Marketing-Rampensau“ (seine Worte, meine Einschätzung, Quelle a.a.O.) und eigentlich wollte er ja nur zum Signiertermin zeichnen…
Und zeichnete, zeichnete, wo er sich gerade befand (auch meine Einschätzung 😉 )

zeichnenIMG_2129Ein Wort zum Sonntag

Okay, den Buchmesse-Sonntag habe ich mal wieder ausfallen lassen. Wenn die Messe nicht mehr vom Fachpublikum dominiert wird, dann ändert sich auch das Programm. Und plötzlich sind die Simpsons und Manga Dauerthema bei der Faszination Comics. Das lässt mich nicht gerade Mut fassen, diesen Massen an Menschen mich freiwillig auszusetzen.
Was auch gut so ist. ;D

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Meine Erlebnisse auf der Frankfurter Buchmesse 2010 – der Film

Und hier habe ich nun meine Erlebnisse komprimiert auf 9 Minuten 48 Sekunden:

Musik im Video

Pitx / CC BY 3.0
HEJ31 / CC BY-NC 3.0
fourstones / CC BY-NC 2.5
Admiral Bob / CC BY-NC 3.0

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Ausblick

Ich freue mich jetzt schon auf die Buchmesse 2011, Termin vom 12. bis 16. Oktober ist vorgemerkt.
So ist das. :wave:


Hier noch ein Buchmessebericht auf ccommunity.wordpress.com CCC #038 – Als das Comiczentrum der Frankfurter Buchmesse zur Comicecke wurde …


Update 20.12.2010

comicgate.de Frankfurter Buchmesse: Faszination Comics 2010
 

Buchmesse 2010: der zweite Tag

Mein zweiter Buchmessen-Tag begann wieder mit einem Frühstück, nämlich mit der Veranstaltung „Das Comic-Frühstück mit Splashcomics – Web-Zeichner im Gespräch“.

Von Marketingexperten und Rampensäuen

v.l.n.r.: Bernd Glasstetter, David Füleki (Künstler – Entoman), Sarah Burrini (Künstlerin – Das Leben ist kein Ponyhof), David Boller (Künstler – Tell, Bakuba) und Thomas Dräger

David Boller berichtet, dass er sein eigener Webmaster ist. Auch Sarah Burrini arbeitet mit diesem Blogsystem, das sie für sich zu nutzen weiß und gestaltet. Die online Comic-Kunsteinstellenden sind deshalb meist auch ihre eigenen Techniker, da Portale wie ComicStars und MyComics zwar Arbeit erleichtern, aber zu wenig individuell sind.

Der Vorteil beim Selbst-Webseiten-erstellen ist die Individualität, so kann mensch auch T-Shirts-Shops auf die eigene Seite integrieren, Drucke verkaufen und Diverses mehr.

David Füleki nutzt dagegen, was es bereits gibt: Animexx und ComicStars. Hier muss nicht mit technischen Problemen gekämpft werden. Mensch kann sich anmelden, lernt gegebenenfalls ein bisschen das Content Management System und dann kann es schon losgehen mit dem Veröffentlichen. Die gewonnene Zeit investiert er in Facebook, um dort seine Comics „aggressiv“ zu bewerben.

Warum geht mensch ins Web?

Alle können ins Web gehen, um sich darzustellen. Aber das Internet ist nicht Mainstream. Originalität ist im Internet sogar erwünscht und geboten, um Erfolg zu haben. Wichtig ist dabei der Wiedererkennungseffekt bei einer breiten Palette an Genres, die im Web aufzufinden sind.

 
Splash! Online TV   Dauer 51:00 Min.
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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Was braucht der beginnende Online-Comic-Star im Netz?

Viele Web-Kunstschaffenden vereinen mehrere Fähigkeiten in sich: sie erzählen Geschichten und zeichnen selbst; gleichzeitig müssen sie die Internettechnik handhaben können, etwas von Marketing verstehen und – wie es so schön gesagt wurde – eine „Rampensau“ sein, das heißt Talent haben, um sich zu inszenieren. Auf diese Art lässt es sich einen Namen mit Wert schaffen, der gebraucht wird im Netz.

Der Weg kann langsam über die Portale führen, in denen es für Veröffentlichungen auch eine Rubrik für Anfänger gibt.

Wenn ein Blog gemacht wird, muss damit gerechnet werden, dass viel Meinung zurückgeworfen wird in den Kommentaren. Deshalb ist echt wichtig, gut vorbereitet zu sein, z.B. sollte besser nie gefragt werden, wie jemand die Kunst findet. Denn die, die was sagen wollen, sagen es auch.

Alle Künstler erklärten, dass der Spaß im Internet auch darin bestehe, dass es den direkten Leserkontakt gäbe. Dennoch ist es wichtig zu wissen, mensch nicht davon leben kann, sondern Hauptmotiv sollte der Spaß an der Sache sein.

Frankreich neues Festival.

David Boller berichtet, dass sich neben dem Comic-Festival in Angoulême in Frankreich ein neues Festival etabliert mit dem Schwerpunkt WebComics, auch um sich eine eigene Tradition zu schaffen.

Die Kunstschaffenden im Web

Die Seite von Sarah Burrini heißt „Das Leben ist kein Ponyhof“. Das Comic-Magazin von David Boller heißt Zampano.
Nach Füleki muss ein bisschen gesucht werden. Aber über Facebook ist folgendes zu finden: l-comix.de, animexx.onlinewelten.com, yeocalypso.deviantart.com und comicstars.de

Signiertermin

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Kurz reingeschaut in …

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Marcel Prousts Jahrhundertwerk in seiner deutschen Comic-Adaption mit Stéphane Heuet, Dr. Rosemarie von dem Knesebeck, Andreas Platthaus und Kai Wilksen.
… und ….
 
Von der Idee zur fertigen Seite – die Entstehung eines Comics Illustratoren Organisation e.V.

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Zum Abschluss dieses Buchmessentages besuchte ich die Veranstaltung:

Argentinien – seine politischen und gesellschaftskritischen Comics…

…am Beispiel Hector Oesterhelds.

Während der Zeit der argentinischen Diktatur (1976-1983) verschwanden tausende Bürger des südamerikanischen Landes spurlos, in den Folterkellern der Junta, darunter auch viele Künstler, denen man oppositionelles Handeln und Denken unterstellte. Hector Oesterheld ist sicherlich der bekannteste Comicautor, der in dieser Zeit ermordet wurde. Seine Werke hatten und haben auch heute noch großen Einfluss auf die gesamte Kultur Argentiniens. Oesterhelds Witwe (und Menschenrechtsaktivistin) Elsa Oesterheld und der Zeichner Francisco Solano López berichten aus einer dunklen Epoche.

Quelle: splashcomics.de

Über das Zurückholen der Geschichte.

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Splash! Online TV

http://www.splashpages.de/php/flash/standAlone_omk.swf?url=http://www.splashpages.de/php/downloadmessen/faszination_comics2010/2010_10_07_C_1600_WMI_argentinischecomics.mp4&sound=true&loop=true&tooltip=true&autoplay=false&swfborder=true

Dauer 58:01 Min. Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Mitte: Francisco Solano López (Künstler – El Eternauta, Slot-Barr), 2. v.r. Elsa Oesterheld (Menschenrechtsaktivistin und Witwe von Hector Oesterheld)
 

Buchmesse 2010: der erste Tag

Der erste Tag fängt irgendwie immer etwas geruhsamer an, als der Rest der Buchmesse-Tage.

11 Uhr 30 nahm ich das Comic-Frühstück
ein. Die Gäste bekamen, um sie auf die Veranstaltungen dieses Jahr einzustimmen, erzählt und gezeigt, was auf der letztjährigen Buchmesse geschah.

Interessant war der Hinweis auf die Ausstellung zu Argentinien, die die Buchmesse veranstaltete, in der auch zu einem ziemlich beachtlichen Anteil Comics gezeigt wurden.

Und dann kam es zum großen Klick: die Webseite splashpages.de erhielt ein neues Gewand. Der Umstellungsvorgang dauerte etwas länger, da die zum ersten Mal von der Buchmesse bereitgestellten W-Lan-Netze auch ziemlich genutzt wurden. Bernd Glasstetter, der die Veranstaltung moderierte, wurde öfters aus dem Netz geworfen. Aber dann war es geschehen: Die Seite sah verändert aus.

Danach blieb ich einfach sitzen für das von Andreas C. Knigge moderierte Podiumsgespräch mit Isabel Kreitz und Peer Meter. Es ging um die graphische Novelle „Haarmann“.

Haarmann – ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte

Mit der Wahl des Themas Serienmörder könne aufgezeigt werden, so Peer Meter, wie die Gesellschaft funktioniere. Diese Serienmörder seien auch ein Spiegel ihrer Gesellschaft. Es sei der zweite Anlauf, um die Geschichte um Haarmann zu erzählen. Bereits vor 20 Jahren waren drei Bände geplant gewesen. Es kam aber nur einer heraus, da der Zeichner nicht mehr weiterzeichnen wollte.

Die lange Wartezeit hätte auch etwas Positives gehabt: zwar hätte das Comic in den ersten 70 Seiten noch das alte Szenario des Erstwurfs übernommen, danach hätte er alles neu geschrieben. Als Autor habe er bemerkt, dass sein Schreiben reifer geworden sei.

Text und Bild

„Je weniger Text ein Comic hat, desto schöner ist er,“ erzählt Peer Meter. Wobei es hier nicht um „Wortlosigkeit“ des Comics geht, sondern darum, dass er als Autor seine Charaktere viel hat erzählen lassen im Skript, um eine Situation zu beschreiben und fühlbar zu machen. Dieser Text aber gestrichen werden konnte, wenn das Bild schon alles erklärte. Dies sei die große Gabe von Isabel Kreitz gewesen, den Inhalt so zu erfassen, dass die Bilder ausdrucksstark wurden.

Zeichnerische Darstellung

Die historische Figur Fritz Haarmann ging sehr blutrünstig bei seinen Verbrechen vor. Dies wurde aber nicht bis ins kleinste Detail im Comic dargestellt, sondern in feinster Hitchcock-Tradition schuf Kreitz einen Schnitt, so dass die heftigen Szenen sich im Kopf des Publikums abspielten und nicht auf dem Papier zu sehen sind.


Abschließend gab es an diesem ersten Tag noch zwei Signiertermine, die ich wahrnahm:

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Tipps und Mitteilungen [Update]

Eine kleine Präambel zuvöderst:
Die Comicwelt ist munter stetig und am Wachsen. Manchmal weiß ich gar nicht, womit ich eigentlich anfangen soll: Comic Lesen, Bloggen. Bloggen, Lesen. Und sowieso: was denn?

Ich weiß, dass es da draußen im großen weiten Internet mittlerweile ganz viele comicrelevante Seiten gibt. Dieser Blog hier ist nur von einer Comicleserin. Ein Faktum, der mir sehr wichtig ist: Der Blog ist mein Blog, ich schreibe hier über meine Erfahrungen und Erlebnissen mit Comics, ganz privat. Für mich ist das genug an Anspruch. Comicslesen ist ein Hobby von mir, neben Laufen, Filme schauen, Arbeiten gehen, Schlafen, Vielfalttage leben.

So, und nun zu den Tipps und Mitteilungen.
Mich erreichten die Tage zwei Mails.
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