Comicleserin wurde interviewt

Das ist jetzt fein. Die Interviews wurden zwar zu unterschiedlichen Zeiten gegeben,
aber erschienen sind sie jetzt (fast gleichzeitig).

Irgendwann hatte ich per E-Mail eine Anfrage für ein Interview in meinem Postkorb. Robert Stögmann hatte mir auch gleich das Dokument zum Ausfüllen mitgeschickt.
Als ich mir die Seite blogger-antworten.com anschaute, gefiel mir der Ansatz, dass ein „kleiner Blogger“ „große Blogger“ „interviewt“. Und so sagte ich ihm zu. Obwohl ich nur eine kleine Hobby-Bloggerin bin.
 
blogger-antworten.com Im Interview mit graphische-novellen.blog.de 'weil ich Comics
seit meiner Kindheit gerne lese'
blogger-antworten.com: Im Interview mit graphische-novellen.blog.de „weil ich Comics seit meiner Kindheit gerne lese“
  Einen ganz anderen Kontakt-Verlauf hatte das Interview auf girlsblogtoo.blogspot.com. Ich war so frei, mich selbst anzubieten, da mir das Konzept, bloggende Frauen bloggend zu sammeln und darzustellen, sehr am feministischen Herzen lag.
Annina Luzie Schmid fand dann mein Blog auch so interessant, um diesen auf ihrem Blog vorzustellen.
girlsblogtoo.blogspot.com: Irgendeine Userin of Ja! Es sind Comics!

Bei beiden Blogs gefällt mir, dass zwar standardisierte Fragen gestellt wurden – blogger-antworten.com fragte auch Themenspezifisches zu Comics und girlsblogtoo.blogspot.com fragte spezifisch zu frauengeführten Blogs -, aber dann doch das Persönliche sichtbar werden konnte.
Denn es macht schon einen Unterschied, ob Blogs bei Blogverzeichnissen angemeldet werden und technisch via Statistik oder anderem technischen Schnickschnack in Erscheinung treten, oder ob sie persönlich ausgewählt und von jemandem repräsentiert wurden, weil ein Interesse vorhanden ist.

Vielen Dank, euch beiden, für das Interview. flowers
 


Weitere Infos zu girlsblogtoo.blogspot.com
Weiterlesen

Comic! Jahrbuch 2009

Gestern Abend finde ich mal Zeit im Comic! Jahrbuch 2009 zu blättern. Dabei entdecke ich den Artikel von Klaus Schikowski „Der Comic in den Zeiten von Web 2.0. Ein Streifzug durch gezeichnete Tagebücher, Comic-Blogs und andere Online-Veröffentlichungen“.

Ah, interessant.
Darüber habe ich auch schon mal nachgedacht.

Blättere in dem Band weiter …

… und erhalte fast einen Herzkasper als ich das sah:

blog-001

Mein Blog ist da aufgelistet!
*bummbumm**bummbumm*
Warum das denn?
*bummbumm**bummbumm*
Und ich scanne den Artikel, ob gegebenenfalls und wo der Blog eine Erwähnung findet.
*bummbumm* *bummbumm* *bummbumm* *bummbumm* *bummbumm*

[ nach oben ]

Weiterlesen

Bin Zweite geworden….

silber… bei der Wahl in Kategorie: Buch, Literatur und Hörbuch zum Superblog 2008 von Hitflip/ hitmeister.de.

Irgendwie bin ich nun überrascht.
Morgens seh ich noch: Bin Dritte.
Abends steh ich an zweiter Stelle…

Aber meine UnterstützerInnen hat das Ergebnis sehr gefreut.
Danke euch. :wave:

Ich muss mich erst noch daran gewöhnen.

 

[ nach oben ]

Warum heißt der Blog nicht lesbischer Comic-Blog?

Wozu doch so eine Wahl wie Superblog 2008 nicht alles nütze ist? ;D

So habe ich mir meine Gedanken während der Wahlphase über diesen Blog hier machen können:

 
Der Comic-Blog wird von einer Lesbe geschrieben. Jeder Artikel hat lesbischen Hintergrund, weil ich ihn schreibe. Ich habe sogar einen Hinweis gemacht, dass es „homosexuellen Content“ gibt.
Was ich halt nicht gemacht habe ist, den Blog als „lesbischen Comic-Blog“ zu benennen.

Dies Teilnahme an der Wahl war für mich wirklich eine sehr spontane Aktion, die plötzlich Realität wurde.
Und je mehr ich drüber nachdenke, desto faszinierender finde ich es, dass es ein +lesbischer, +feministischer und +Comic-Blog ist, gibt’s in der Zusammensetzung nicht so häufig. Ich glaub sogar, in D-Land gar nicht.
Wenn der weiter vorne stehen würde, wäre das schon eine Aussage für diverse Bereiche.

Ums Geld gehts mir nicht. Hab die Tage sogar das Angebot für Rezensionsexemplare abgesagt. Mir ist meine Unabhängigkeit wichtiger.
Ich kaufe. Ich lese. Und schreibe dann darüber.
Und im Gegensatz zu den spärlichen anderen Comic-Blogs, die meist profimäßig aufgezogen sind, finde ich eben nicht in jedem Comic etwas Positives, wenn dem nicht so ist.
 

… weil nicht immer muss Lesbe drauf stehen, wo Lesbe drin ist. :>>

 

[ nach oben ]

Was ich durch Erlangen lernte…

… obwohl ich nicht dort war. :yes:

ToonBlogger

Jojo wies in seinem Blog auf ein Treffen hin.
toonblogger

Endlich habe ich ein Wort dafür gefunden, für die Leute, die zwar auch „Comic Blogs“ sind, aber die ich eher als etwas anderes begreife.
Sie sind Toonblogger.
Ich bin Comicleserin.
Sie gestalten Cartoons und präsentieren diese.
Ich lese sie und schreibe (manchmal) darüber. B)

Meine abonnierten Toonblogs

Ich habe neben Jojos Blog auch noch diese beiden in meinem Feedreader abonniert:

vonflatter nichtlustig

Wenn ihr noch weitere Toonblogs kennt, dürft ihr sie mir gerne verraten. :wave:
Und natürlich bin ich auch neugierig, wie das Toonblogger-Treffen war. 😳
 


Weitere Berichte zu Erlangen finden sich auf comic.de.

 

[ nach oben ]

Comics neu erfinden – Oder was will die Leserin?

Es ist nicht so erfolgreich wie seine anderen beiden Bände („Comics richtig lesen“ und „Comics machen“), aber „Comics neu erfinden“ von Scott McCloud gibt viel Stoff, um sich so manche Gedanken über das Comiclesen, die Comic-Branche, die Comic-Industrie zu machen.

Über das Verkaufen von Comics

Der einfachste Weg des Verkaufens ist von der Comicerstellung direkt an die Leserin. Aber so läuft es nicht (mehr). Es ist ein langer Produktionsweg, bis das Comic vom Künstler zur Leserin gelangt.
McCloud zeigt eindrucksvoll, dass es ein utopischer Wunsch ist, dass der Verleger sich dabei an den Wünschen der Lesenden orientiert. Zu weit weg ist der Abstand von Verlag zur Leserin, aber auch Verlag zum Künstler.
Nur wenige Künstler haben den Mut, in einem Selbstverlag Comics herauszubringen, so dass die Inhalte autonom bleiben können. Was verständlich ist. :**:

78-ausschnitt
Abbildung aus Scott McCloud: Comics neu erfinden, Hamburg 2001, Seite 78

Wir erhalten so eine Abhängigkeit der Künstler von Verlagen/ Editoren/ Lektoren. Die Meinungsbildung der Lesenden dagegen geschieht durch Verlagsprogramme, Comichändler, Presse.
Bekanntschaften und Freundschaften, die einfach auch nur Comics lesen (wollen), haben m.E. einen geringeren Einfluss.

Das Moment des Internet

McCloud beschreibt, dass durch das Internet eine neue Form des Comics entstehen kann.
Ich dagegen möchte hier beschreiben, welche Bedeutung ich dem Internet gebe.

Comic-Fans können sich über das Internet austauschen: In Comicforen, über Blogs (in D-Land meiner Einschätzung nach derzeit relativ wenig, da es mehr Blogs gibt, die Comics verkaufen möchten oder Blogs, die Comics zur Verfügung stellen).

Wobei das Internet wieder die Nähe zwischen Leserschaft und Comicproduzent herstellt oder herstellen könnte. Die einen können sich erkundigen, was der „Markt“ möchte.

Für die anderen gibt es keine große Produktionmaschinerie, in denen viele Forderungen erfüllt werden müssen und Geld alles ist, was zählt – „Künstler im Netz“ funktioniert fast so wie virales Marketing: es wird von Webseiten/ Blogs erzählt, Links verschickt, Links werden in den Blogroll aufgenommen. Nur ein Klick und die Kunstschaffenden liefern direkt. Mit den neue Medien kommt es zur On Demand-Lieferung. Ich kann im Feereader das gewünschte Blog abonnieren und erhalte somit immer das neue Comic. Manche Blogs oder Webseiten bieten sogar einen Newsletter an.

Schlussendlich stellt sich hier dann die Frage: Wäre ich bereit, dafür etwas zu zahlen?

Tja, was will denn die Leserin eines Comics?

McCloud erzählt nicht viel über die Leserin, weil letztendlich geht es ihm um die Kunstschaffenden und das Produkt „Comic“. Er hält dennoch fest, dass die Lesenden vom Produktionsbetrieb nicht mehr erreicht werden.

76-ausschnitt
Abbildung aus Scott McCloud: Comics neu erfinden, Hamburg 2001, Seite 76

Ausblende …

fortsetzung

 


comics-neu-erfinden Comics neu erfinden
von Scott McCloud
Taschenbuch: 242 Seiten
Verlag: Carlsen (September 2001)

 

[ nach oben ]