Was bleibt: Buchmesse-Nach-Lesen [Update]

Ich habe mir vorgenommen, nochmals auf die Buchmesse zurückzukommen. Deshalb vorab dieses Foto der Errungenschaften, die ich von der Buchmesse mit nach Hause schleppte.
Alle erzählen eine kleine Geschichte, die ich mir noch zur Erinnerung aufschreiben werde…
Buchmesse-nachlesen
[Update 01.11.2010]


Generation Web-Comics

Wenn ich mich so zurückerinnere an die Buchmesse in diesem Jahr, so spüre ich eine Intensität, wie ich diese noch nie erfahren habe. Viele der Kunstschaffenden, deren Projekte ich aus dem Web bereits kannte und verfolgte, lernte ich nun live kennen: Bastian Melnyk von fledermaus fürst frederick fon flatter, Johannes Kretschmar von Jojos illustrierter Blog: beetlebum.de, Sarah Burrini von Das Leben ist kein Ponyhof.
Ulf Salzmann von Flausen verfolgte ich zwar schon auf Twitter, aber irgendwie lernte ich erst durch die Buchmesse seine Kunst richtig kennen und schätzen.
Union der Helden verorte ich nun nach der Erklärung von Arne Schulenberg in Dortmund. Auch weil dieses U-Zentrum für Kunst und Kreativität so markant als Kennzeichen für die Union verwendet wird. :>>.

„Freitzeit-vergnügen“

Von vielen auf der Buchmesse Anwesenden hörte ich, dass sie „Comics“ (darüber schreiben, berichten, machen, Events gestalten) nicht hauptberuflich machen. Es „läuft“ halt nebenher zu ihrem eigentlichen Beruf, der nicht unbedingt im Kreativbereich zu finden ist. Dieses Engagement in der Freizeit beeindruckte mich sehr.

Comic-Produktionsweise

In Deutschland werden Comics meist in Personalunion hergestellt: Zeichnerin und Autor sind eine Person. Was ich manchmal nicht für besonders gelungen erachte. Manche Zeichner wären besser aufgehoben, sie würden in Zusammenarbeit mit einer Autorin das Werk vollbringen. Denn auch die Umsetzung des Textes in Bild und Arrangement ist eine große Leistung. Über Peer Meter erfahre ich auf dieser Buchmesse, dass viele Autoren sich auch deshalb dagegen entscheiden, Comic-Autorin zu werden, weil der Verdienst recht gering sei. Besser sei es, sich erst als „richtiger“ Buch- oder Drehbuchautor zu etablieren… Wobei Meter mitteilte, dass er ein so großes Interesse am Medium Comic habe, dass er es sich „leistet“ dafür zu schreiben. Diese Einstellung gefällt mir natürlich sehr. 🙂

Sketch-Hunting

Viele, viele Fans waren unterwegs, um Sketche zu sammeln. Ich machte mir während der Messe deshalb auch so meine Gedanken, wie ich weiter mit dem Thema Sketch-Hunting verfahren möchte. Ich hatte ja schon vorher die Regel aufgestellt: Für jede/n Kunstschaffende/n nur eine Zeichnung. So gewinne ich etwas Zeit, da ich nicht bei jedem Signiertermin aufwarten muss und möchte. Aber, so überlegte ich, wie lange will ich das denn noch machen? Mein derzeitiges Sketch-Buch wird das einzige bleiben, ist jetzt vorerst der Plan. Mal sehen.

Phänomen David Boller

David BollerDieser Mann hat mich schwer beeindruckt: Sein offenes Wesen, sein Schaffen, Gestalten, sein Unterwegssein und auch sein Netzwerken war unvergleichlich. Viele schienen mit seinem Rat bezüglich Comic-Branche etwas anfangen zu können. Seine Webseite heißt: zampano-online.com/

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Sarah Burrini und David Boller am 07.10.2010

Arne Schulenberg, David Boller am 08.10.2010

Eigentlich…

Aus zweierlei, nein dreierlei Gründen wird mir David Füleki in Erinnerung bleiben:
Er ist der Typ mit dem „komischen Namen“ (O-Ton Füleki), er ist eine echte „Marketing-Rampensau“ (seine Worte, meine Einschätzung, Quelle a.a.O.) und eigentlich wollte er ja nur zum Signiertermin zeichnen…
Und zeichnete, zeichnete, wo er sich gerade befand (auch meine Einschätzung 😉 )

zeichnenIMG_2129Ein Wort zum Sonntag

Okay, den Buchmesse-Sonntag habe ich mal wieder ausfallen lassen. Wenn die Messe nicht mehr vom Fachpublikum dominiert wird, dann ändert sich auch das Programm. Und plötzlich sind die Simpsons und Manga Dauerthema bei der Faszination Comics. Das lässt mich nicht gerade Mut fassen, diesen Massen an Menschen mich freiwillig auszusetzen.
Was auch gut so ist. ;D

* * *

Meine Erlebnisse auf der Frankfurter Buchmesse 2010 – der Film

Und hier habe ich nun meine Erlebnisse komprimiert auf 9 Minuten 48 Sekunden:

Musik im Video

Pitx / CC BY 3.0
HEJ31 / CC BY-NC 3.0
fourstones / CC BY-NC 2.5
Admiral Bob / CC BY-NC 3.0

* * *

Ausblick

Ich freue mich jetzt schon auf die Buchmesse 2011, Termin vom 12. bis 16. Oktober ist vorgemerkt.
So ist das. :wave:


Hier noch ein Buchmessebericht auf ccommunity.wordpress.com CCC #038 – Als das Comiczentrum der Frankfurter Buchmesse zur Comicecke wurde …


Update 20.12.2010

comicgate.de Frankfurter Buchmesse: Faszination Comics 2010
 

Buchmesse 2010: der vierte Tag

Der vierte Buchmessen-Tag brach für mich mit einem Veranstaltungs- und Publikumsschock an: Simpsons und Manga so weit das Auge reichte. Freies Gehen auf einem Meter war in den Gängen nicht mehr möglich.
Simpsons Veranstaltung.IMG_0017-100Das Comic-Café bot noch etwas Platz. Dort wartete ich auf mein Treffen mit „fredfater“ Bastian Melnyk, dem Macher und Zeichner von fledermaus fürst frederick fon flatter.
Bastian erzählt mir, dass er schon für die Schülerzeitung Bilder gemacht hat. Den Blog mit frederick unterhält er seit fünf Jahren. Den Ansporn täglich einen Cartoon zu veröffentlichen übernahm er von Flix, der mit seinem Blog ein Comic-Tagebuch führt. Er macht sich meist morgens Gedanken über den nächsten Comic und abends zeichnet er diesen dann.
Ich bat ihn um eine Zeichnung in mein Sketch-Buch. Und so begann mein Tag schon mit ersten außergewöhnlichen Signiertermin.

Der Web-Sondermann – Gespräch mit den nominierten Künstlern

Die nomierten Kunstschaffenden für den Web-Sondermann waren: Arne Schulenberg (Union der Helden), Ulf Salzmann (Flausen), Sarah Burrini (Das Leben ist kein Ponyhof) und Johannes Kretzschmar (Beetlebum).

Stefan Pannor, rechts im Bild, im Gespräch mit den nominierten Künstlern, von links nach rechts: Arne Schulenberg, Ulf Salzmann, Sarah Burrini und Johannes Kretzschmar

Mit dem „Web-Sondermann“ betritt der Sondermann Neuland. Deutschlands wichtigster Comic-Publikumspreis schafft mit dieser Kategorie ein Podium für die noch recht frische Veröffentlichungsform.
Die nominierten Künstler erzählen von ihrer Arbeit und den Vor-, bzw. Nachteilen einer Internetpräsenz.

Quelle: Buchmesse-Beschreibung

Be-merkenswert in dieser Veranstaltung fand ich, dass das fotografierte Gebäude, das als Sitz der Union der Helden im Foto-Comic-Roman gezeigt wird, das sich derzeit im Umbau befindliche U-Zentrum für Kunst und Kreativität ist. Der Gründungsdirektor sei auch über die Verwendung im Foto-Comic nicht unglücklich, sondern könne sich auch später eine „gemeinsame“ Weiterarbeit vorstellen. Auch wäre angedacht, eventuell kleine Features im Gebäude anzubringen, die auf die Geschichte im Web-Comic hinweise, z.B. Taste für Spezial-Etage im Aufzug.
Auch die handelnden Figuren sind auch im echten Leben nicht weit von ihrer Berufung entfernt, so ist Der Nordstadt-Barde der echte Liedermacher Boris Gott, der Trainer ist im wirklichen Leben ein Karate-Meister mit eigenem Dojo.

Splash! Online TV   Dauer 30:43 Min.

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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Sondermann 2010 – die Comic-Szene hat gewählt

Splash! Online TV Dauer 55:42 Min.

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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Runderneuert geht der Sondermann in sein siebentes Jahr. 2010 wird die begehrte Trophäe in den Sparten Comic, Manga, Cartoon und Web verliehen.
Neu ist auch die Sondermann-Hall of Fame, in die diejenigen Künstler aufgenommen werden, die den Sondermann bereits drei Mal oder öfter gewonnen haben.

Mitveranstalter:
Frankfurter Rundschau
Druck- und Verlagshaus
Frankfurt am Main GmbH
Comicforum.de
SPIEGEL online
Teilnehmer:
Roth-Pfarr, Gabriele
Schmitt, Oliver Maria

Quelle: Buchmesse-Beschreibung

Die Preisträger

Hier präsentieren sich die Preisträger mit dem Moderator Oliver Maria Schmitt und Gabriele Roth-Pfarr, der Witwe des Sondermann-Erschaffers.


Signiertermine

Ulf Salzmann
Ulf Salzmann signiert

Ich werde wohl kaum jemals wieder dieses Glück haben, gleich zwei Künstler aus dem Netz vor Ort zu haben… (ich weiß, es waren da auch noch andere da, aber von diesen hatte ich bereits eine Zeichnung.) … und so nützte ich auch tagesabschließend die günstige Gelegenheit, und ließ Johannes und Ulf in mein Sketch-Book zeichnen.

 

Buchmesse 2010: der dritte Tag

Der dritte Buchmessen-Tag war kurios. Für diesen Tag habe ich mir notiert:

 
Beinahe wäre ich in die wunderbare Welt des Journalismus aufgestiegen. Aber dann wurde doch erkannt, dass ich nur eine kleine Comic-Bloggerin bin.
 

Hihihi, wobei Journalschreiberinnen ja auch nur Tagebuchschreiberinnen sind. Und das bin ich Über-Comics-Tagebuch-Schreiberin. ;D
Gleich mehr…

Argentinien und seine Comic-Szene

Das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse präsentiert: Argentinien und seine Comic-Szene

Argentiniens Comic-Szene ist eine sehr lebhafte. Aus dem diesjährigen Gastland der Frankfurter Buchmesse stammen nicht nur die klassischen Cartoons eines Mordillo oder die Comicstrips um Quinos Mafalda, auch Künstler wie Horacio Altuna, Eduardo Risso, José Muñoz, Alberto und Enrique Breccia, Héctor Oesterheld, Maitena und Rep haben beeindruckende Werke geschaffen, die in ihrer Vielfalt das gesamte Spektrum an Comic-Genres beinhalten.

Quelle: Einleitungstext auf splashcomics.de Das Gastland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse präsentiert: Argentinien und seine Comic-Szene.

Da der Verleger, der für die Veranstaltung eingeplant gewesen war, noch nicht zur Halle gelangt war, sprang spontan Marlene Pohle, eine Cartoonistin ein, die wunderbar die Inhalte von spanisch auf deutsch übersetzte.

Miguel Rep (Künstler – Bukowski for Beginners, Cortazar para principiantes) und die Cartoonistin Marlene Pohle sprachen über die argentinische Comic-Szene.

Im Gespräch fand ich die gefallene Bemerkung, „kommerzielle Comics töten dich!“ sehr erinnerungswürdig.

 
Splash! Online TV   Dauer 51:14 Min.

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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Signiertermin


Rep beim Signieren

Beim anschließenden Signiertermin zur Veranstaltung unterhielt ich mich mit der Cartoonistin Marlene Pohl. Dabei erzählte ich, dass ich einen Comic-Blog führe und auch bisschen was über Comics und so schreibe.
Irgendwie war plötzlich noch jemand da, die vom Gespräch etwas mitbekommen hatte. Mir wurde von ihr mitgeteilt, dass ich gerne Per „interviewen“ dürfe 88|, auch trotz ich nur ein kleines Comic-Blog führe, was ich unentwegt beteuerte.
Letztendlich stellte sich heraus, dass ein Missverständnis entstanden war. Dass ich eben nicht Presse bin. *puh*
Und es blieb bei der Zeichnung. 😉
So sind die Abenteuer der kleinen Comicleserin auf der Buchmesse.

Auf den Spuren des „Máximo Líder“

Reinhard Kleist legt mit Castro seinen neuen Comic vor. Eine Reise nach Kuba und die dort gesammelten Erfahrungen bildeten die Grundlage für die Auseinandersetzung des Künstlers mit einer der letzten Bastionen des real existierenden Sozialismus und seinem „Máximo Líder“ Fidel Castro.

Quelle: Buchmesse-Beschreibung

IMG_0032-510Volker Skierka und Reinhard Kleist

Splash! Online TV

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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.
  Vor der Revolution hatte Kuba eine sehr lebendige Comic-Szene.

Über Castro gäbe es viele Anekdoten, unglaublich viele. Was er an einem Tag erlebte, erleben manche nicht in einem Monat.

Ich höre das erste Mal durch diese Veranstaltung vom Generation Y-Blog, der von Yoani Sánchez geschrieben wird. Sie berichtet über das Leben in Kuba, über ihre Generation, die den Buchstaben Y in ihrem Vornamen trägt. Die Bloggerin sei unterdessen so bekannt und deshalb so „machtvoll“, dass die Machthaber nicht wirklich gegen sie vorgehen könnten, weil gleich die ganze Welt bescheid wüsste.

Mit einem weiteren Comic-Fan darüber gefachsimpelt, dass die Geschichte von Südamerika gar nicht in der Schule vorkam…

 

Buchmesse 2010: der zweite Tag

Mein zweiter Buchmessen-Tag begann wieder mit einem Frühstück, nämlich mit der Veranstaltung „Das Comic-Frühstück mit Splashcomics – Web-Zeichner im Gespräch“.

Von Marketingexperten und Rampensäuen

v.l.n.r.: Bernd Glasstetter, David Füleki (Künstler – Entoman), Sarah Burrini (Künstlerin – Das Leben ist kein Ponyhof), David Boller (Künstler – Tell, Bakuba) und Thomas Dräger

David Boller berichtet, dass er sein eigener Webmaster ist. Auch Sarah Burrini arbeitet mit diesem Blogsystem, das sie für sich zu nutzen weiß und gestaltet. Die online Comic-Kunsteinstellenden sind deshalb meist auch ihre eigenen Techniker, da Portale wie ComicStars und MyComics zwar Arbeit erleichtern, aber zu wenig individuell sind.

Der Vorteil beim Selbst-Webseiten-erstellen ist die Individualität, so kann mensch auch T-Shirts-Shops auf die eigene Seite integrieren, Drucke verkaufen und Diverses mehr.

David Füleki nutzt dagegen, was es bereits gibt: Animexx und ComicStars. Hier muss nicht mit technischen Problemen gekämpft werden. Mensch kann sich anmelden, lernt gegebenenfalls ein bisschen das Content Management System und dann kann es schon losgehen mit dem Veröffentlichen. Die gewonnene Zeit investiert er in Facebook, um dort seine Comics „aggressiv“ zu bewerben.

Warum geht mensch ins Web?

Alle können ins Web gehen, um sich darzustellen. Aber das Internet ist nicht Mainstream. Originalität ist im Internet sogar erwünscht und geboten, um Erfolg zu haben. Wichtig ist dabei der Wiedererkennungseffekt bei einer breiten Palette an Genres, die im Web aufzufinden sind.

 
Splash! Online TV   Dauer 51:00 Min.
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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Was braucht der beginnende Online-Comic-Star im Netz?

Viele Web-Kunstschaffenden vereinen mehrere Fähigkeiten in sich: sie erzählen Geschichten und zeichnen selbst; gleichzeitig müssen sie die Internettechnik handhaben können, etwas von Marketing verstehen und – wie es so schön gesagt wurde – eine „Rampensau“ sein, das heißt Talent haben, um sich zu inszenieren. Auf diese Art lässt es sich einen Namen mit Wert schaffen, der gebraucht wird im Netz.

Der Weg kann langsam über die Portale führen, in denen es für Veröffentlichungen auch eine Rubrik für Anfänger gibt.

Wenn ein Blog gemacht wird, muss damit gerechnet werden, dass viel Meinung zurückgeworfen wird in den Kommentaren. Deshalb ist echt wichtig, gut vorbereitet zu sein, z.B. sollte besser nie gefragt werden, wie jemand die Kunst findet. Denn die, die was sagen wollen, sagen es auch.

Alle Künstler erklärten, dass der Spaß im Internet auch darin bestehe, dass es den direkten Leserkontakt gäbe. Dennoch ist es wichtig zu wissen, mensch nicht davon leben kann, sondern Hauptmotiv sollte der Spaß an der Sache sein.

Frankreich neues Festival.

David Boller berichtet, dass sich neben dem Comic-Festival in Angoulême in Frankreich ein neues Festival etabliert mit dem Schwerpunkt WebComics, auch um sich eine eigene Tradition zu schaffen.

Die Kunstschaffenden im Web

Die Seite von Sarah Burrini heißt „Das Leben ist kein Ponyhof“. Das Comic-Magazin von David Boller heißt Zampano.
Nach Füleki muss ein bisschen gesucht werden. Aber über Facebook ist folgendes zu finden: l-comix.de, animexx.onlinewelten.com, yeocalypso.deviantart.com und comicstars.de

Signiertermin

* * *

Kurz reingeschaut in …

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Marcel Prousts Jahrhundertwerk in seiner deutschen Comic-Adaption mit Stéphane Heuet, Dr. Rosemarie von dem Knesebeck, Andreas Platthaus und Kai Wilksen.
… und ….
 
Von der Idee zur fertigen Seite – die Entstehung eines Comics Illustratoren Organisation e.V.

* * *

Zum Abschluss dieses Buchmessentages besuchte ich die Veranstaltung:

Argentinien – seine politischen und gesellschaftskritischen Comics…

…am Beispiel Hector Oesterhelds.

Während der Zeit der argentinischen Diktatur (1976-1983) verschwanden tausende Bürger des südamerikanischen Landes spurlos, in den Folterkellern der Junta, darunter auch viele Künstler, denen man oppositionelles Handeln und Denken unterstellte. Hector Oesterheld ist sicherlich der bekannteste Comicautor, der in dieser Zeit ermordet wurde. Seine Werke hatten und haben auch heute noch großen Einfluss auf die gesamte Kultur Argentiniens. Oesterhelds Witwe (und Menschenrechtsaktivistin) Elsa Oesterheld und der Zeichner Francisco Solano López berichten aus einer dunklen Epoche.

Quelle: splashcomics.de

Über das Zurückholen der Geschichte.

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Splash! Online TV

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Dauer 58:01 Min. Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Mitte: Francisco Solano López (Künstler – El Eternauta, Slot-Barr), 2. v.r. Elsa Oesterheld (Menschenrechtsaktivistin und Witwe von Hector Oesterheld)
 

Buchmesse 2010: der erste Tag

Der erste Tag fängt irgendwie immer etwas geruhsamer an, als der Rest der Buchmesse-Tage.

11 Uhr 30 nahm ich das Comic-Frühstück
ein. Die Gäste bekamen, um sie auf die Veranstaltungen dieses Jahr einzustimmen, erzählt und gezeigt, was auf der letztjährigen Buchmesse geschah.

Interessant war der Hinweis auf die Ausstellung zu Argentinien, die die Buchmesse veranstaltete, in der auch zu einem ziemlich beachtlichen Anteil Comics gezeigt wurden.

Und dann kam es zum großen Klick: die Webseite splashpages.de erhielt ein neues Gewand. Der Umstellungsvorgang dauerte etwas länger, da die zum ersten Mal von der Buchmesse bereitgestellten W-Lan-Netze auch ziemlich genutzt wurden. Bernd Glasstetter, der die Veranstaltung moderierte, wurde öfters aus dem Netz geworfen. Aber dann war es geschehen: Die Seite sah verändert aus.

Danach blieb ich einfach sitzen für das von Andreas C. Knigge moderierte Podiumsgespräch mit Isabel Kreitz und Peer Meter. Es ging um die graphische Novelle „Haarmann“.

Haarmann – ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte

Mit der Wahl des Themas Serienmörder könne aufgezeigt werden, so Peer Meter, wie die Gesellschaft funktioniere. Diese Serienmörder seien auch ein Spiegel ihrer Gesellschaft. Es sei der zweite Anlauf, um die Geschichte um Haarmann zu erzählen. Bereits vor 20 Jahren waren drei Bände geplant gewesen. Es kam aber nur einer heraus, da der Zeichner nicht mehr weiterzeichnen wollte.

Die lange Wartezeit hätte auch etwas Positives gehabt: zwar hätte das Comic in den ersten 70 Seiten noch das alte Szenario des Erstwurfs übernommen, danach hätte er alles neu geschrieben. Als Autor habe er bemerkt, dass sein Schreiben reifer geworden sei.

Text und Bild

„Je weniger Text ein Comic hat, desto schöner ist er,“ erzählt Peer Meter. Wobei es hier nicht um „Wortlosigkeit“ des Comics geht, sondern darum, dass er als Autor seine Charaktere viel hat erzählen lassen im Skript, um eine Situation zu beschreiben und fühlbar zu machen. Dieser Text aber gestrichen werden konnte, wenn das Bild schon alles erklärte. Dies sei die große Gabe von Isabel Kreitz gewesen, den Inhalt so zu erfassen, dass die Bilder ausdrucksstark wurden.

Zeichnerische Darstellung

Die historische Figur Fritz Haarmann ging sehr blutrünstig bei seinen Verbrechen vor. Dies wurde aber nicht bis ins kleinste Detail im Comic dargestellt, sondern in feinster Hitchcock-Tradition schuf Kreitz einen Schnitt, so dass die heftigen Szenen sich im Kopf des Publikums abspielten und nicht auf dem Papier zu sehen sind.


Abschließend gab es an diesem ersten Tag noch zwei Signiertermine, die ich wahrnahm:

Weiterlesen

24h-Comictag in Frankfurt

Litten wir Comic-Fans aus/ um/ in Frankfurt an einer selbsterfüllenden Prophezeiung?
Alle, die ich zum 24h-Comictag ansprach, hatten dieses Event für sich in Leipzig zur dortigen Buchmesse verortet.
Dass das Wunder geschehe, dass der Tag nun tatsächlich auch in Frankfurt stattfinden würde, ist „uns“ gar nicht in den Sinn gekommen. Und so hatte niemand – auch niemand von den Kunstschaffenden – diesen Termin auf dem Schirm…

Und er fand statt, der …
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24hComictag in Frankfurt: Start am 4. Oktober 2010

Zum Auftakt zur Buchmesse fand ich eine für mich sehr interessante Veranstaltung – als Zuschauerin, natürlich. :wave:

24h-Comic-Tag in Frankfurt am Main
In 24 Stunden soll ein 24seitiges Comicheft entstehen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Es gibt Plätze für 10-15 Zeichner.
Anmelden ist über Kommentarfunktion hier möglich.

Die Veranstalter sandten mir auch weitere wichtige Informationen:

Hallo!

Hier alle wichtigen Infos:
Wir starten am Montag, den 4.Oktober um 12 Uhr (sind schon ab 10 Uhr da) und enden damit logischerweise am Dienstag um 12 Uhr.
Veranstaltungsort ist der >>raum für kultur der Commerzbank in der Gallusanlage 7 in Frankfurt.
Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos und auch für Kaffee und Tee ohne Ende für die Zeichner ist gesorgt.
Wer will, kann seine vollendeten Werke direkt im Comiczentrum der Buchmesse einer interessierten Öffentlichkeit präsentieren.


Die Location ist richtig cool. Der Raum ist im Prinzip ein riesiges Aquarium und die Passanten und Banker können den Zeichnern von außen zuschauen bei der Arbeit.
Im Raum ist eine große Bühne, auf der man die entstehenden Seiten präsentieren kann. Ich freu mich schon richtig drauf.

Bis bald
Jan


Weitere Infos: