The Surrogates: Anmerkung zur Verfilmung

The Surrogates ist ein erstklassiges Autorencomic von Robert Venditti mit einem genialen Zeichner, Brett Weldele. Das Comic schrie nahezu dazu, verfilmt zu werden.

Die Autoren berichteten auf der Buchmesse im letzten Jahr (siehe Filmbeitrag unten), dass sie dem erfahrenen Filmteam freie Hand ließen, aus der Story etwas zu machen, als sie gefragt wurden, ob das Comic verfilmt werden könne.
Und dass das Comic an sich nicht so einfach verfilmbar ist, ist klar für die, die das Werk lasen, denn es ist so vielschichtig. Das Drehbuch musste also diverse Anpassungen und Überarbeitungen am Comic-Thema vornehmen.

Meine Anmerkung zum Film

Der Film ist gutes Handwerk und soweit okay für mich: Gute Action, einige Explosionen.

Nur unterlief den Filmautoren und dem Filmteam bei der Bearbeitung des Stoffes ein ziemlich großer Logikfehler. Und ich hasse ziemlich große Logikfehler:
Der Weg der Hauptcharaktere, Tom Greer und Jennifer Peters, führt auch in die Zentrale, wo alle Surrogates überwacht werden. Bei der Beobachtung einer Beinahevergewaltigung von einer Frau durch zwei Männer in einem Hotelzimmer, werden die Surrogates der „Männer“ von ihren Operatoren getrennt und stehen gleich still. Ein Aha-Effekt – soviel Macht herrscht also in dieser Zentrale.
Gegen Ende des Films kommt es zu einer ähnlichen Situation, dass die Surrogates von ihren Operatoren getrennt werden müssen. Aber im Gegensatz zu vorher laufen diese noch munter weiter. Sie sind doch eigentlich von ihren Operatoren getrennt und immer wenn das passierte, standen die Surrogates wie eine Puppe in der Gegend herum. Hier nun laufen alle weiter und sie fallen erst um, als der Virus sie erwischte.

Ich kann nachvollziehen, wie dieser Fehler entstanden ist. Ein großer Unterschied zum Comic ist das Faktum Tod der Operatoren, der in den Film eingebaut wurde. Das sollte im Film auf Dauer das Drama erhöhen, was im Comic durch die Tiefe und Vielschichtigkeit (Interviews, Zeitungsartikel etc.), mit der die Welt der Zukunft aufgebaut wurde, erreicht wurde.

Aber das ist nun ziemlich schade für den Film, weil dadurch der Knackpunkt des Comics im Film nicht dargestellt werden konnte. Und um trotzdem dieses plötzlich Stillstehen und Zusammenbrechen zu zeigen, wurde der Umweg (Trennung der Operatoren von den Surrogates) genommen, der aber leider in der Logik hakte.
Schade, so ein Logikfehler kann mir den Filmspaß ziemlich trüben. :**:


Surrogates – Mein zweites Ich
Regie: Jonathan Mostow
Mit Bruce Willis, Radha Mitchell, Rosamund Pike
Writing credits (WGA)
Michael Ferris (screenplay) & John D. Brancato (screenplay) (as John Brancato)
Robert Venditti (graphic novel) and Brett Weldele (graphic novel)
Produktionsland: Vereinigte Staaten . Genre: Sci-Fi
Laufzeit: 88 Minuten. Produktionsjahr: 2009

Comic-Verfilmungen – eine klassische Win-win-Situation?

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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Die Zahl der verfilmten Comics ist unüberschaubar geworden. Galt bis vor ein paar Jahren noch die Regel, dass es den „Comic zum Film“ gibt, so bedient sich die (vor allem amerikanische) Filmindustrie seit einiger Zeit verstärkt aus dem Fundus der bunten Bilder und produziert Geschichten um bekannte Comic-Figuren.

Aber welche Rolle spielen dabei eigentlich die Künstler? Inwiefern haben sie Mitspracherecht bei der Adaption? Kalkulieren sie bei ihrer Arbeit von vornherein eine Verfilmung ein? Und wie lukrativ ist das eigentlich? Drei Zeichner und Autoren, deren Werke demnächst in die Kinos kommen, berichten von ihren Erfahrungen.

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Buchmesse: Aftermath [Update]

Witzig! Im Prinzip stelle ich mit diesem Posting gerade Anfang und Ende meines Buchmessenbesuchs ein. ;D

14.10.2009

Phil Ortiz signierte auf der Frankfurter Buchmesse noch gänzlich ohne Termindruck ganz entspannt. Wir haben ca. 1 Stunde auch für andere Signierungen einfach nur zugeschaut. Auch weil die Unterhaltung sehr amüsant war.

17.10.2009

Am Samstag wollte ich es einfach nur tun. Weil eigentlich war meine Erkältung noch nicht vorüber. Aber es reizte mich dennoch, die Veranstaltung mit Hella von Sinnen wahrzunehmen.

Einsame Comic-Fan

Leider zeigte sich, dass zumeist „Autogrammjäger“ unterwegs waren, die einfach hängenblieben, als sie feststellten, dass eine Berühmtheit vor Ort war. Das war ihr einziges Ziel. Es ging ihnen nicht um den Comic-Band.

Ich war eine der ersten für die Comic-Signierung bei Egmont. Aber das Durcheinander führte fast dazu, dass ich beinahe Nummer 50 geworden wäre, wenn …
Wenn nicht die Veranstaltung sich so hinausgezögert hätte. 15 Uhr war es geplant. 14 Uhr war ich bereits vor Ort.
Ca. 15:25 Uhr ging es erst los. Einige hatten sich vorher schon aus der Masse entfernt, da sie schon Autogrammkarten abgegriffen hatten, wobei diese ihnen von Frau von Sinnen live-haftig übergeben wurden, als sie mal kurz vor der Veranstaltung am Stand „vorbeischaute“.
Naja.
Hat ja alles geklappt. :yawn:
Aber irgendwie ist es anders, wenn nur Comic-Fans anstehen…

Gespräch im Comic-Zentrum

Später gab es dann noch eine Veranstaltung, bei der Frau von Sinnen die wunderbare Welt der D.O.N.A.L.D.isten kennenlernte. ;D

Splash! Online TV Liebe, Lust und Leidenschaft – die Ducks von Sinnen

Moderation: Hartmut Holzapfel (ehemaliger hessischer Kultusminister), Andreas Platthaus (FAZ)
Teilnehmerin: Hella von Sinnen (Entertainerin)
 
 
 
 
 
 
Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den mensch hier finden kann.

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Update 24.10.2009

Irgendwie kam ich auf dem Miriam Meckel-Blog nochmals auf Hella von Sinnen zu sprechen:

Weiterlesen

Buchmesse: Faszination Comics

Den ersten Tag Buchmesse hinter mir, erwartete mich am Abend Zuhause die Überraschung:
Mit Halskratzen und schniefender Nase trappelte die Erkältung heran. Aber davon erzählt eine andere Geschichte.

Meinen Tag begann ich mit dem Comic-Frühstück und dem Thema E-Comics.
Es war sehr interessant. Vor allem mit welchen Möglichkeiten alles gearbeitet wurde.
Es reichte von einem Hörbuch mit Bilder machen bis zu Flash-Animationen mit diversen Spielereien.
Eine direkte Konkurrenz seien diese Internet-Spielerein nicht. Im Gegenteil würden sie neue Kundschaft an das Medium Comic heranführen.
  Das Comic-Frühstück mit Splashcomics – E-Comics in Deutschland
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Impressionen zur Buchmesse
Diskussion zum Thema E-Comics. #Buchmesse #Frankfurt  on Twitpic Künstler zeichnen. Kinder dürfen mit- und ausmalen. #Buchme... on Twitpic Impressionen #Buchmesse #Frankfurt  on Twitpic

Künstler signieren sich gegenzeitig ein Bild: Phil und David #Buchmes... on Twitpic Später kam es zu einer ganz anderen Angelegenheit, die mich von meiner eigentlichen Buchmessen-Planung etwas Abseits führte.

Aber auch das ist Buchmesse:
Ganz spontan entstand eine Signierstunde mit Phil Ortiz.
In einem netten Gespräch gesellte sich später noch ein englischer Comic-Künstler hinzu, von dem ich leider nur den Vornamen „David“ weiß.

Er heißt David Ramsbottom.
Danke an Elke :wave: