Mark Millar: Superior. Eine Geschichte mit Multiple Sklerose

Simon Pooni ist 12 Jahre alt. Simon hat Multiple Sklerose. Er war mal ganz groß im Basketball und wurde von den MitschülerInnen gemocht und anerkannt. Jetzt muss er sich auf Krücken oder dem Rollstuhl fortbewegen. Er wird von Schulkameraden gehänselt. Und ist deshalb in dieser Sitution anfällig, als ihm eine ungewöhnliche Wunscherfüllung angeboten wird. Dieser Wunsch wird ihm auch gleich erfüllt: er wird zum allmächtigen Superhelden Superior. Doch dieses Geschenk geschieht mit einem Hintergedanken des Schenkenden, einem sich als Affe mit Raumfahrtanzug präsentierendem mysteriösem Wesen. Warum Simon das Geschenk erhält, soll er in einer Woche erfahren. Und so lernt Simon zusammen mit seinem besten Freund, Chris, mit den neuen Kräften umzugehen, um dann die Woche über überall zu helfen, wo Hilfe benötigt wird. Sogar in Afghanistan schafft er Ordnung. Am Ende der Woche erfährt Simon die Hintergründe für die besondere Gabe. Es kommt zum großen Showdown mit einer epischen Schlacht und einem Happy End der besonderen Art.

Gedanken zum Comic

Der Anfang der Geschichte ist großartig. Mysteriös. Vielleicht ein bisschen bekannt durch den Film Big mit Tom Hanks. Aber es ist anders. Der erste Band hält diese Spannung beim Lesen gut aufrecht. Beim zweiten Band hatte ich unentwegt das Gefühl, dass ein Kind angesprochen werden soll. Dass die Lösung kindgerecht sein soll. Schließlich ist Multiple Sklerose keine Krankheit, die geheilt werden kann.

Millar ist sonst recht deftig und blutrünstig in seinen Geschichten. Dies ist in Superior nicht der Fall: Simon will als Superior tatsächlich der sein, wie der Charakter in Comic, Film etc. gedacht ist. Jedoch ist mir aufgefallen, dass Millar andere Klischees bedient, als es um die Darstellung des Gegners von Superior geht. Dieser ist auch ein Junge, der vom Affen besucht worden war und Kräfte erhielt. Das Umfeld von Sharpie, z.B. sind in Unterwäsche vor dem TV sitzende recht unschöne Eltern zu sehen, führt natürlich dazu, dass er nur böse werden kann.

Nun ja, ich muss dennoch sagen, die Geschichte ist okay.
Und das Ende hat was, was mir gefällt. Deshalb kann ich dem Autor Mark Millar hierbei zustimmen:

MARK: Even if his body does continue to get sick, it’s kind of about coming to terms with it almost, in a way that he wasn’t at the beginning. And he inspires other people by being Superior, but in turn that inspires him to be able to handle the hand he’s been given.

Quelle: beliefnet.com Mark Millar: God and Comics

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Aufgefallen:

Im Gegensatz zur deutschen Ausgabe hat der englisch-sprachige Sammelband einen Hinweis auf die MS Society.

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superior1Superior, Bd. 1
Autor: Mark Millar
Zeichner: Leinil Yu
Broschiert: 100 Seiten
Verlag: Panini Manga und Comic (10. April 2012)
Sprache: Deutsch
 
 
 

 
 
superior2Superior, Bd. 2
Autor: Mark Millar
Zeichner: Leinil Yu
Broschiert: 104 Seiten
Verlag: Panini Manga und Comic (17. September 2012)
Sprache: Deutsch

 
 
 
 
 


Weitere Infos

Zum Comic

Kinder und Multiple Sklerose

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Behinderte. Comics.

Morgen ist Welt-MS-Tag.

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Hm. Wenn ich so überlege, sind behinderte, verkrüppelte, andersfähige Charaktere verschwunden aus den Superheldencomics oder sie werden/wurden vergessen. Oder sie erhalten eine plötzliche wunderbare Heilung.

Zu meiner Zeit war Thors Alter Ego Dr. Don Blake. Dieser muss am Gehstock gehen, bevor er sich mithilfe dieses Gehstocks in Thor verwandelt. Der Gehstock war nun die Wunderwaffe Mjolnir.
Diese Verwandlung ist in den präsenten Geschichten verschwunden.
Thor ist Thor. Mächtig und ohne Fehl.

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Iron Man animiert und Wartezeit verkürzen zum Filmstart von Iron Man 3

Iron Man animiert

Vor einiger Zeit zwei E-Mails zu Iron Man im Postkorb gefunden. Da ich nur schnell drüber ging, dachte ich im ersten Moment: E-Mails zum kommenden Iron Man 3.
Aber heute stelle ich fest, ist gar nicht so, ist Ankündigung, dass es einen neuen Animé gibt mit folgendem Inhalt, Zitat:

Iron-Man-Poster-ENG
Synopsis:
Der Multimilliardär Tony Stark wehrt in seiner Iron-Man-Rüstung den Angriff eines mysteriösen neuen Gegners ab. Dabei sterben unschuldige Menschen, darunter sein bester Freund War Machine, Lt. Colonel James Rhodes. Als S.H.I.E.L.D. Iron Man verhören will, entkommt dieser, um den Drahtzieher des Anschlags zu entlarven. Von Black Widow und Hawkeye verfolgt, bittet Iron Man den skrupellosen Ordnungshüter Punisher um Hilfe. Doch wie reagiert der Armored Avenger, als er nicht nur den Verantwortlichen findet, sondern auch die tödlichste Waffe überhaupt: Biotechnologie namens Technovore, die den gesamten Planeten auslöschen könnte…

 
 

IRON MAN: RISE OF TECHNOVORE soll ab 2. Mai 2013 auf Blu-ray™, DVD und als Video on Demand erscheinen.

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… und Wartezeit verkürzen zum Filmstart von Iron Man 3

Und nun etwas, das ich bewusst auf den kommenden Iron Man 3 kaufte:

ironman3-movie-panini-002IRON MAN 3: DIE VORGESCHICHTE ZUM FILM

Darin wird Iron Man 2 hübsch nacherzählt. Hat so etwas wie schönen Erinnerungen nochmals ein anderes Bild geben. Und es wird versucht, eine Überleitung zum Iron Man 3 zu bringen. Hauptcharakter ist James „Rhodey“ Rhodes, der als War Machine mit neuer und eigens für ihn gebauter Rüstung diverse Terrorakte vereitelt, die über die Welt verteilt stattfinden. Dabei wird er häufig für Iron Man gehalten. Witzig ist, dass auch einen Bezug zum Avengers Film gemacht wird, wenn Iron Man Unterstützung von War Machine anfordert, der sich aber selbst gerade im Gefecht befindet.
Am Ende stößt Rhodey zum berühmten Pizza-Snack der Avengers.

Kurzweilige Unterhaltung, die ein bisschen die Wartezeit zum Filmstart (1. Mai 2013) verkürzt.

IRON MAN 3: DIE VORGESCHICHTE ZUM FILM
Verlag: Panini
Seiten: 100
Format: SC
Original-Storys: Marvelss Iron Man II Adaption 1 – 2, Marvels Iron Man III Prelude 1 – 2
Autor: Christos N. Gage
Zeichner: Ramon Rosanas, Steve Kurth
 

Crisis on Infinite Earths

Hörbücher mit Comicgeschichten seien das Gegenteil von Comics meinte lächelnd eine Freundin über das Vernehmen meines neuen Genusses, Hörspiele, Hörbücher mit Geschichten aus der Comicwelt zu lauschen. Ich war über diese Aussage zuerst irritiert.
Ja, es fehlen die Bilder, die Zeichnungen…
Aber es sind die Geschichten, die mich Comics lesen lassen. Geschichten, die mich von Comics entfernen oder auch wieder nähern lassen.

Also.
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Verloren auf der Suche nach Alison Bechdels "Are You My Mother?"

Es ist schon länger her, dass ich auf Twitter verhalten über das Comic vermerkte:

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Stiche. Erinnerungen von David Small

stiche-2Diesen Comic-Tipp erhielt ich wieder durch den Besuch des Comic-Stammtisches.
Und ich kaufte es mir, als ich im Comic-Laden darin blättern konnte. Ich kaufte es auch, weil ich entdeckte, dass es nicht nur schön erzählt und gezeichnet ist, sondern dass es noch einen Nebenschauplatz hat, der mich insbesondere interessiert…

Inhalt

David Small, der Comic-Autor, ist 1945 geboren. Das Comic erzählt von seiner Kindheit und setzt ein, als David sechs Jahre alt ist. Er ist immer wieder krank. Sein Vater, Ed, Arzt in einem Krankenhaus, behandelt ihn regelmäßig mit Röntgenstrahlen.

Mit elf lernt er eine andere Seite seiner Mutter, Betty, kennen. Diese ist sonst eher mürrisch schweigend. Aber „(…) an diesen verzauberten Bridgeclub-Abenden geschah etwas mit meiner Mutter.” (S. 113)

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Scarlet. Kinder der Revolution

scarlet_coverScarlet. Kinder der Revolution
Brian Michael Bendis und Alex Maleev
Broschiert: 144 Seiten
Verlag: Panini Manga und Comic (11. Januar 2012)
Sprache: Deutsch

 

 

 

 

 

Und wieder einmal war es das Cover, das mich für dieses Comic aufmerken ließ. Ich entdeckte es in irgendeinem der amerikanischen Comic-Blogs, die ich so hin und wieder – unterdessen unregelmäßiger (es gibt so viele gute deutschsprachige Comic-Blogs und Rezensionen in Online-Zeitungen, dass ich meine Quellenwahl anpasste) – lese.

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"Steam Noir: Das Kupferherz 1" – Sapperlot! Was für ein Comic!

SteamNoir1Steam Noir: Das Kupferherz 1
Felix Mertikat, Benjamin Schreuder
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Cross Cult; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2011)
Sprache: Deutsch

Sapperlot! Der erste Band von Steam Noir: Das Kupferherz war gut. Aufgefallen ist mir gleich dieser älteste Trick der Comic-Branche: Finde einen Slogan, Begriff der für eine Person steht, um den Wiedererkennungswert herzustellen: „Auf! Auf! Und davon!“ – „Rächer! Versammeln“ Das hat schon mal geklappt. Sapperlot! Hat mir gefallen, als das „Sapperlot!“ des Herrn Lerchenwald auftauchte im Comic.

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Kurz über: "Cowboys & Aliens" = okay

cowboys-und-aliensCowboys & Aliens
Andrew Foley, Fred Van Lente, Luciano Lima
Broschiert: 110 Seiten
Verlag: Panini Manga und Comic (16. August 2011)
Sprache: Deutsch

Okay, bei diesem Comic war ich vorsichtig. Weil ich hatte zuvor den Film auf DVD angeschaut. Hat mir so einigermaßen, dann doch ganz gut, gefallen. Beim Bechdel-Test ist der Film durchgefallen. Natürlich. Aber so ist die Branche.
Auch das Comic würde nur auf der geringsten Stufe den Bechdel-Test bestehen. Aber es gibt mehr Frauen im Geschehen. Und diese sind auch recht tough.
Das Grundprinzip der Geschichte ist, dass die „Cowboys“ nun auch mal erfahren, was es heißt, wenn ihr Land einfach so von anderen in Besitz genommen wird. Und sie haben keine Möglichkeit der Gegenwehr, weil die Waffen des Gegner (in diesem Fall sind es Aliens) sind so ungleich gewichtiger. Sie müssen sich Unterstützung bei dem von ihnen unterdrückten Volk, die Indianer, holen.
Das Comic ist nicht schlecht, aber auch nicht spitze. Fand es aber unterhaltsamer als so manch anderes Comic, das ich so vor kurzem lesen durfte.

Andere haben noch andere Meinungen: