Shrek 3: Ein guter amüsanter Abschluss

Gerade aus dem Kino zurück.
Der Film war gut.
Die Sonne scheint.

Nach der Enttäuschung mit all den dritten Teilen im Kino (Spider-Man 3, Fluch der Karibik 3) haben die Filmmacher von Shrek 3 noch die Kurve gekriegt und zwar so, dass es wirklich amüsant war, den Film anzuschauen.

Hauptinhalt des Film:
Shrek will nicht König von Far-far-away sein.
Prinz Charming schon.
Es muss ein würdiger Thronfolger her.
Ein bisschen Durcheinander, Intrigen, starke Prinzessinnen, die aus der Rolle fallen, würzen das muntere Kinotreiben…
Wiedersehenswert – wenn er auf DVD rauskommt.

Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Augen. grayyes

 

Kaum zu glauben, das ß hat die Rechtschreibreform überlebt!

Viele, die deutsch schreiben und nicht aus der Schweiz sind, haben den Eindruck gewonnen, so dünkt es mir, dass die Rechtschreibreform so stark vereinfacht wurde,
dass das ß aus dem Schreibgebrauch gestrichen sei.

Leider ist diese Denke falsch.
Denn das ß hat die Rechtschreibreform überlebt. grayyes

Wir blicken in den Duden:

ss und ß

R120 Man schreibt ß für den (in allen Beugungsformen) stimmlosen s-Laut nach langem Vokal (Selbstlaut) oder nach Doppellaut (Diphtong), wenn im Wortstamm kein weiterer Konsonant folgt (§25).

Blöße, Maße, Maß, grüßen, grüßte, Gruß; außer, reißen, es reißt, Fleiß, Preußen (…)
(…)
Man schreibt ss für den stimmlosen s-Laut nach kurzem Vokal (…)
Masse, Missetat, missachten, hassen, ihr hasst, Fluss, Flüsse, essen, du isst, iss!, Kongress, wässrig, dass (Konjunktion)
(…)

R121 Fehlt das ß auf der Tastatur einer Schreibmaschine oder eines Computers, kann man dafür ss schreiben.

In der Schweiz kann das ß generell durch ss ersetzt werden (…)

Folglich heißt es immer noch:
Straße, nicht Strasse (aua),
schließen, nicht schliessen (auaaua)

Ihr wollt mir jetzt nicht erzählen, dass bei euch auf wundersame Weise das ß auf eurer Tastatur verschwand…
icon_rolleyesgrayno

 


Nachtrag 08.06.2007

Etwas über die schweizer Historie zum Thema findet sich auf „zenblé – ich blogge, also bin ich.“ im Artikel: Mühe mit den Eszett-Regeln? Komm in die Schweiz!

Und an die Großschreibung des Zeichens wird an anderer Stelle auch schon weiter gedacht: magazine.web.de Das kleine Esszett soll groß herauskommen

 

Das Sonntagnachmittagszitat: Über die lesbische Fortpflanzung

OHR

Dieses einst vernachlässigte Organ ist in der Gloriosen Zeit Gegenstand großer Aufmerksamkeit, in Betracht der Rolle, die es bei der Vermehrung der Liebesgefährtinnen spielt. Auf die Frage „wie werden sich lesbische Völker fortpflanzen?“, die während einer großen Versammlung gestellt wurde, entfuhr einer der Roten Lesben, die sich aus purer Bescheidenheit so nannten, ganz zufällig die heute berühmte Antwort „durch das Ohr“. So werden die kleinen Liebesgefährtinnen heute von Ohr zu Ohr geboren. Viele Liebesgefährtinnen sind der Meinung, daß die neuen Geburten nicht schlimmer sind als die alten. Diese Methode hat den Vorteil, den Nachgeborenen als auch denen, die sie machen, unmittelbar Freude und Genuß zu stiften. Außerdem werden so die scheußlichen Verstümmlungen vermieden, die die Nachgeborene einst erlitt, wenn die Storchin aus Versehen zubiß.

Quelle: Monique Wittig/ Sande Zeig: Lesbische Völker. Ein Wörterbuch

 

Zum Frauentag: Neulich in der Kantine…

… eines großen deutschen Unternehmens.

Überbracht wurde mir diese nette kleine Anekdote von einer Kantinenteilnehmerin, die ein paar Tische weiter zu den Unterhaltenden saß.

Ein Anzugträger zum anderen:
„Na, habt ihr schon euren neuen Supermann?“
„Das wird wohl eher eine Superfrau!“
„Warum das denn?“
„Für das Gehalt, das wir anbieten, werden wir keinen Mann bekommen.“

 

Mehr desselben

Scheitern im täglichen Versuch die Welt zu ändern.
Die da draußen müssten es doch sehen…

Steckenbleiben im Morast der Co-Abhängigkeit.
Er muss sich nur ändern und das Trinken, Spielen, etc. lassen. Er verspricht es doch… Und er tut doch auch etwas…

Vernebelt im Dunst der emotionalen Erpressung.
Dann ist sie enttäuscht, dann glaubt sie, sie werde nicht geliebt, wenn ich nicht …

Wenn die Lösung zum Problem wird.

… und ich geh jetzt Tiger vertreiben. icon_lalala

 

Sich ändernde Erinnerung vs. Bleibendes im Tagebuch

Hm.
Das Thema fasziniert mich schon länger. Angefangen beim Lesen des eigenen Tagebuches von vor hundert Jahren, über die Darstellung und Beschreibung von Erinnerung im Film oder in der Wissenschaft.

Die Erinnerung lebt

Wir sind unsere Erinnerungen. Dadurch erhält Leben auch einen Wert.

In den Filmen „Memento“ und „50 erste Dates“ wird versucht darzustellen, wie wichtig das Gedächtnis ist. Wie schlimm es werden kann, wenn gar keine Erinnerungen gemacht werden können.
Wobei „50 erste Dates“ den Aspekt der Gefühle mitreinbringt. Die Wissenschaft hat festgestellt, dass tatsächlich eine Spur von Vertrauen, ein Gefühl durch Regelmäßigkeit entstehen kann, das ein bisschen wie Erinnerung ist.

Schöne Darstellungen zum Thema Erinnerung gibt es in diesem Buch:

Warum das Leben schneller vergehtDouwe Draaisma: Warum das Leben schneller vergeht, wenn man älter wird. Von den Rätseln unserer Erinnerung.

 

 

 

 

In anderen Publikationen wie „Geist & Gehirn“ ist Erinnerung schon länger Thema. In einem Artikel wurde beschrieben, dass Historiker sich nun auch mit Gehirnwissenschaften u.ä. auseinander setzen, da festzustellen ist, dass Zeitzeugen auch oder eher Zustände erinnern, die teils durch die Medien tradiert wurden. Beispiel in diesem Artikel waren die Erinnerungen der Autorin, auf deren Basis dann der Film „Der Untergang“ gedreht wurde.
Was ist also Geschichte, heißt was ist echt und authentisch? Sind es tatsächlich die persönlichen Erinnerungen, die der Geschichte helfen können? Oder gibt es Schwierigkeiten mit den Färbungen, die durch Umwelteinflüsse geschehen können, in der Geschichtsdarstellung, die auf Oral History beruht? Es ist auf jeden Fall kritisch zu betrachten.

Ich denke, Erinnerungen haben viel mit der eigenen Persönlichkeit zu tun. Wer ich sein möchte. Von daher wird erinnert, was in mein Selbstbild aber auch Weltbild passt,

Über das Tagebuch schreiben

Wozu ein Tagebuch?
„Ein Tagebuch schreiben ist fotografieren mit einem Bleistift.“
Unbekannt
Ein Tagebuch zu führen, ist eine wundervolle Möglichkeit zur Selbstreflektion und Selbsterkenntnis. Und damit ist es ein exzellentes Mittel zur aktiven Lebensgestaltung. In einem Tagebuch schreiben wir über uns und unser Leben und dabei können wir sehr viel über uns, unser Verhalten und auch über unsere „blinden Flecken“ lernen.
Indem wir notieren, was wir erleben und was uns bewegt, empfinden wir vieles bewusster. Und das kann gerade für Menschen, die das Gefühl haben, dass die Zeit an ihnen vorbeirenne, sehr wohltuend sein. Auch lassen sich später Geschehnisse leichter zurückverfolgen (und verstehen).

Gerade in schwierigen Zeiten oder Krisen kann das Tagebuch eine sehr große Hilfe bieten, indem man sich alles von der Seele schreiben kann. Schreibend nachzudenken, ist etwas ganz anderes, als wenn wir Themen nur in unserem Kopf bewegen. Aber auch in ganz „normalen“ Phasen kann es sehr gut tun, über sich zu schreiben.
Darüber hinaus ist das Schreiben selbst für viele Menschen eine schöne und gewinnbringende Tätigkeit. Schreiben ist ein kreativer und schöpferischer Prozess. Probieren Sie es einfach einmal für sich aus.

Quelle: Zeit zu leben

Vorteile des Tagebuches

  • Tagebuch schreiben kann ein therapeutisches Moment haben.
  • Es kann Gedanken ordnen.
  • Es kann den Abstand zum eigenen Handeln und Tun bringen.
  • Und es kann auch Abstand vom Handeln und Tun von anderen bringen.

Es kann eine starke Erinnerungshilfe sein, und unterstützt die Wahrnehmung, weil es statisch ist im Gegensatz zur dynamischen und stetig sich verändernden Erinnerung.
Immer mal wieder dieses Deja Vus empfunden: „War doch schon mal gewesen?“ Um dann mit dem Tagebuch Strukturen zu erkennen und eventuell ein Vorgehen zu extrahieren, das die Wiederholungen unterbricht. Kein Sich-im-Kreis-Drehen mit gleichen und ähnlichen Themen.

Tagebuch schreiben gibt auch das Vertrauen in sich selbst zurück. Wenn die Umwelt sagt, alles ist anders, es hat sich etwas verändert, kann das Tagebuch mitteilen, das war voriges Jahr schon so, es war vor zwei Jahren so und gar vor drei Jahren. Es hat sich nichts verändert. Nur die Begründung änderte sich, aber nicht der Inhalt.

Deshalb: Wage den Sprung hinaus.

Nutze das Tagebuchschreiben für Selbstwahrnehmung und Veränderungen.


Nachtrag
Hier fasse ich noch etwas über Über effektives Tagebuchschreiben zusammen, Artikel vom 23.08.2007

Die Wirklichkeit

Guten Morgen,

wirklichkeit_wirklichIn der Oberstufe vor hunderten von Jahren fand ich beim Stöbern über einen Bücherflohmarkt ein Buch von Paul Watzlawick. Es sprach mich an ob des Covers, das ein bisschen anmutete, als könnte es von M.C. Escher dargestellt worden sein (diese Variante des Covers wird schon lange nicht mehr verkauft):

Wie wirklich ist die Wirklichkeit?

Der Inhalt darin ist mir zur Lebensphilosophie geworden. Viele Dinge oder Inhalte (z.B. systemische Theorie), die ich gut und praktikabel finde, haben eine Schleife über diesen Konstruktivismus: Mensch bildet sich das eigene Universum und kein menschliches Universum ist gleich. Wir kommen nur zueinander, indem versucht wird über die gebrechliche Brücke der menschlichen Sprache zu gehen, die gleichfalls ein Universum für sich abbildet.

Diese Philosophie hilft mir im Umgang mit Menschen. Nachfragen, wenn ich Dinge nicht verstehe, Abmachungen hinterfragen (da Worte für jede Person unterschiedliche Bedeutung haben: abends=19 Uhr; abends=21 Uhr).
Und erst recht hilft mir diese Ansicht mich hier in diesem Universum des Internets zurecht zu finden.


Noch andere Stimmen und Einführungen zum Buch:

(…)
2. Wie wirklich ist die Wirklichkeit?
Konstruktivistische Ansätze zur Erschließung der „Wirklichkeit“

(…)
Im folgenden soll dargestellt werden, wie wissenschaftliche, gesellschaftliche und individuelle Wirklichkeiten dadurch erfunden (konstruiert) werden, dass wir an die vermeintlich „außerhalb“ von uns objektiv bestehende Wirklichkeit immer mit Grundannahmen herangehen, die wir bereits für feststehende und auch bereits objektive Aspekte der Wirklichkeit halten, während sie doch nur die Folgen der Art und Weise sind, in der wir nach der Wirklichkeit suchen.

Mit anderen Worten sieht der Konstruktivismus die Wirklichkeit nicht als „Gefundenes“, sondern als „Erfundenes“, wobei sich der Erfinder aber des Aktes seiner Erfindung nicht bewusst ist, sondern sie als etwas von ihm Unabhängiges zu entdecken vermeint.
(…)
Quelle: www.psychotherapiepraxis.at

Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Und wie viele Wirklichkeiten gibt es wirklich? Die Antworten Watzlawicks sind erschreckend und faszinierend zugleich. Denn was wir so naiv als „Wirklichkeit“ bezeichnen ist vielmehr das Zusammenspiel von zwischenmenschlicher Kommunikation, Information und der eigenen Alltagsauffassung. Watzlawick zeigt diese Zusammenhänge anhand zahlreicher verblüffender Beispiele und räumt mit der Vorstellung auf, ewige, objektive Wahrheiten seien der Grundstein der Wirklichkeit.
Wie eng die Beziehung zwischen Wirklichkeit und Kommunikation ist, ist erst in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts Gegenstand eingehender Untersuchungen geworden. Paul Watzlawick gibt mit seinem Buch Einblick in diese Zusammenhänge.
Fazit:

Ein erfrischender Blick hinter die Fassade der Wirklichkeit und gleichzeitig ein Lehrbuch für kritische Denker.
Quelle:
www.quarks.de/dyn/3821.phtml

 

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