Der Besserwissende-Reflex

Am 22. Juli las ich auf Twitter vom Ratschläge-Rant. Das erinnerte mich, dass ich mir mal zu einem ähnlichen Thema etwas notierte.

Ich machte mir am 21.03.2013 Gedanken darüber, dass es bemerkenswert ist, wie versucht wird, Leute, die nicht im Mainstream schwimmen, diese wieder in den Mainstream zurückzuholen.
Persönlich finde ich es dabei spannend, dass dadurch das eigene Verhalten so bleiben kann wie es ist, auch wenn jemand offensichtlich etwas anders tut und damit erfolgreich ist. So erfolgreich, dass nach einem Rat gefragt werden muss. Nur die Antwort gefällt nicht, so dass der Besserwissende-Reflex erscheint:

Sie finden sich überall: eine Person erklärt, dass sie kaum gekochte Speisen zu sich nimmt… Schon wird ihr erklärt, dass mindestens eine warme Mahlzeit am Tag sein müsse.
Eine andere erzählt, sie nutze auch WII für Sport. Einhellig wird festgestellt, dass dies nicht als Sport gezählt werden könne.
Nicht Frühstücken? Das ist natürlich die wichtigste Mahlzeit des Tages!

Das Witzige ist doch, nicht Genaues weiß mensch nicht. Für alles gibt es Pro & Contra. Dennoch… Warum wird so reagiert?
In der Hauptsache dünkt mir eine Abwehrhaltung, damit auch das Behalten der Definitionsmacht.
Es kann nicht angehen, dass die anderen etwas als Sport definieren, was die einen – ungefragt – als Spiel nur sehen.
Es kann nicht sein, dass früstückloses Leben möglich ist. Jedoch ich bin das beste Beispiel dafür. Und nein, ich nehme nicht zu, weil ich später zulange. Eure Fragen nach meinem „Gewichtsgeheimnis“ beweisen das.

Schlussendlich muss das eigene Verhalten nicht hinterfragt werden. Es kann alles so bleiben wie es ist. Was okay ist.

Nur ihre Fragen, bezüglich was andere anders machen, die etwas erreichen, was sie sich wünschen, nerven, wenn sie sowieso alles besser wissen.
Die haben einfach nicht den Mut, so zu sein und zu bleiben, wie sie sind.

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Gedanken zum Großraumbüro

Gestern mit aller Gewalt eines der Fachkonzepte durchgearbeitet. Um dem Lärm im Büro zu entkommen, Stöpsel in die Ohren gemacht. Absolute Notwehr.
Der Geräuschpegel mag ja gehen, wenn Fließbandarbeit zu erledigen ist. Aber zum Denken ist er völlig kontraproduktiv. Ich frage mich, ob durch Großraumbüros – ich zähle bereits drei Personen im Raum dazu – tatsächlich soviel kostensparender sind. Effizient sind sie jedenfalls nicht.

Müde Gedanken

Manchmal sitze ich einfach nur da und denke gar nicht. Oder ganz viel. Schon komisch.
Ich bin komisch. Ich bin merkwürdig.
Ich habe das Gefühl, nicht ganz da zu sein. Wie dieser Füller, der gerade Probleme hat, die Tinte korrekt zu transportieren.
Ich bin gedankenmüde. Ich bin der Gedanken müde. Mal was anderes.