Buchmesse 2010: der zweite Tag

Mein zweiter Buchmessen-Tag begann wieder mit einem Frühstück, nämlich mit der Veranstaltung „Das Comic-Frühstück mit Splashcomics – Web-Zeichner im Gespräch“.

Von Marketingexperten und Rampensäuen

v.l.n.r.: Bernd Glasstetter, David Füleki (Künstler – Entoman), Sarah Burrini (Künstlerin – Das Leben ist kein Ponyhof), David Boller (Künstler – Tell, Bakuba) und Thomas Dräger

David Boller berichtet, dass er sein eigener Webmaster ist. Auch Sarah Burrini arbeitet mit diesem Blogsystem, das sie für sich zu nutzen weiß und gestaltet. Die online Comic-Kunsteinstellenden sind deshalb meist auch ihre eigenen Techniker, da Portale wie ComicStars und MyComics zwar Arbeit erleichtern, aber zu wenig individuell sind.

Der Vorteil beim Selbst-Webseiten-erstellen ist die Individualität, so kann mensch auch T-Shirts-Shops auf die eigene Seite integrieren, Drucke verkaufen und Diverses mehr.

David Füleki nutzt dagegen, was es bereits gibt: Animexx und ComicStars. Hier muss nicht mit technischen Problemen gekämpft werden. Mensch kann sich anmelden, lernt gegebenenfalls ein bisschen das Content Management System und dann kann es schon losgehen mit dem Veröffentlichen. Die gewonnene Zeit investiert er in Facebook, um dort seine Comics „aggressiv“ zu bewerben.

Warum geht mensch ins Web?

Alle können ins Web gehen, um sich darzustellen. Aber das Internet ist nicht Mainstream. Originalität ist im Internet sogar erwünscht und geboten, um Erfolg zu haben. Wichtig ist dabei der Wiedererkennungseffekt bei einer breiten Palette an Genres, die im Web aufzufinden sind.

 
Splash! Online TV   Dauer 51:00 Min.
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Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Was braucht der beginnende Online-Comic-Star im Netz?

Viele Web-Kunstschaffenden vereinen mehrere Fähigkeiten in sich: sie erzählen Geschichten und zeichnen selbst; gleichzeitig müssen sie die Internettechnik handhaben können, etwas von Marketing verstehen und – wie es so schön gesagt wurde – eine „Rampensau“ sein, das heißt Talent haben, um sich zu inszenieren. Auf diese Art lässt es sich einen Namen mit Wert schaffen, der gebraucht wird im Netz.

Der Weg kann langsam über die Portale führen, in denen es für Veröffentlichungen auch eine Rubrik für Anfänger gibt.

Wenn ein Blog gemacht wird, muss damit gerechnet werden, dass viel Meinung zurückgeworfen wird in den Kommentaren. Deshalb ist echt wichtig, gut vorbereitet zu sein, z.B. sollte besser nie gefragt werden, wie jemand die Kunst findet. Denn die, die was sagen wollen, sagen es auch.

Alle Künstler erklärten, dass der Spaß im Internet auch darin bestehe, dass es den direkten Leserkontakt gäbe. Dennoch ist es wichtig zu wissen, mensch nicht davon leben kann, sondern Hauptmotiv sollte der Spaß an der Sache sein.

Frankreich neues Festival.

David Boller berichtet, dass sich neben dem Comic-Festival in Angoulême in Frankreich ein neues Festival etabliert mit dem Schwerpunkt WebComics, auch um sich eine eigene Tradition zu schaffen.

Die Kunstschaffenden im Web

Die Seite von Sarah Burrini heißt „Das Leben ist kein Ponyhof“. Das Comic-Magazin von David Boller heißt Zampano.
Nach Füleki muss ein bisschen gesucht werden. Aber über Facebook ist folgendes zu finden: l-comix.de, animexx.onlinewelten.com, yeocalypso.deviantart.com und comicstars.de

Signiertermin

* * *

Kurz reingeschaut in …

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Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Marcel Prousts Jahrhundertwerk in seiner deutschen Comic-Adaption mit Stéphane Heuet, Dr. Rosemarie von dem Knesebeck, Andreas Platthaus und Kai Wilksen.
… und ….
 
Von der Idee zur fertigen Seite – die Entstehung eines Comics Illustratoren Organisation e.V.

* * *

Zum Abschluss dieses Buchmessentages besuchte ich die Veranstaltung:

Argentinien – seine politischen und gesellschaftskritischen Comics…

…am Beispiel Hector Oesterhelds.

Während der Zeit der argentinischen Diktatur (1976-1983) verschwanden tausende Bürger des südamerikanischen Landes spurlos, in den Folterkellern der Junta, darunter auch viele Künstler, denen man oppositionelles Handeln und Denken unterstellte. Hector Oesterheld ist sicherlich der bekannteste Comicautor, der in dieser Zeit ermordet wurde. Seine Werke hatten und haben auch heute noch großen Einfluss auf die gesamte Kultur Argentiniens. Oesterhelds Witwe (und Menschenrechtsaktivistin) Elsa Oesterheld und der Zeichner Francisco Solano López berichten aus einer dunklen Epoche.

Quelle: splashcomics.de

Über das Zurückholen der Geschichte.

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Splash! Online TV

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Dauer 58:01 Min. Dieses Video ist Teil eines Berichtes, den man hier finden kann.

Mitte: Francisco Solano López (Künstler – El Eternauta, Slot-Barr), 2. v.r. Elsa Oesterheld (Menschenrechtsaktivistin und Witwe von Hector Oesterheld)
 

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